Historisches Tagebuch
Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.
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Es wurden 4678 Einträge gefunden27.10.1732 Rechnung des Schnellenberger Hofschreiners
Rechnung des Hofschreiners Johann Eberhard Zeppenfeld. So hat er am 01.08. auf die neue Kapelle zwei neue halbe Fensterrahmen gemacht und daran 8 ½ Tage gearbeitet, dann hat er die Fenster verglast. Hierfür bekommt er 3 Rtl. 23 ß 6 Pfg.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.
23.07.1733 Die Heldener brauchen Geld
Anna Dorothea Erlhoff aus Helden, Witwe des Johann Peter Siepe, und ihr Sohn Bernhard Siepe, kurfürstlich-mainzischer Korporal, leihen vom Vogt von Elspe 25 Rtl. und verpfänden dafür das Erbgut in Helden. Ausgefertigt und unterzeichnet von Dr. Johann Gottfried Bresser, Amtsverwalter in Attendorn.
Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 148, Blatt 104.
01.09.1733 Neubau eines Hammerwerks in Langenei
Freiherr Christian Franz Dietrich von Fürstenberg notiert seine Gedanken zum Neubau eines Hammerwerks mit zwei Herden in Langenei, wobei nur das nötigste errichtet werden soll, keine weitläufigen Gebäude. Als Vorbild dient das Hammerwerk in Oberkirchen. Im Gebäude selbst soll auch nicht eine Wohnung für den Hammerwerksbetreiber eingerichtet werden. Ich habe der Häuser undt Gebau viel zu viel, undt mögte selbiger lieber um ein guthes weniger haben. Der Freiherr möchte den Neubau selbst finanzieren und lehnt es ab, dass der Rentmeister Reutz sich an der Finanzierung beteiligt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1752, Blatt 3.
04.10.1733 Strafe für Ferdinand Rauterkus
Der Dechant von Attendorn, Johann Joseph Höynck, weist den fürstenbergischen Hauskaplan Anton Schnütgen an, dem Jäger Ferdinand Rauterkus seinen Lohn nicht eher zu zahlen, bis dieser seine Strafe an den Pastor von Hüsten entrichtet habe.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 360, Blatt 259.
19.10.1733 Eheleute Fehr verkaufen eine Rente an die Kirche
"Wir Caspar Vehr und Gertrud Siepen, Eheleute binnen Attendorn, bekennen vermiets dieses offenen Briefes vor uns und unsere Erben, und männiglichen, daß wir vor, und umb die ahn gangbarer guten Sielber Münzsorten empfangene Summa Geldeß von zehn Reichsthaler so wir zu unserer Nothurft verkauft haben, und kraft dieses wie es zu rechten oder nach Gewohnheit ahm beständigsten oder kräftigsten geschehen sollte, könnte oder mögte, verkaufen H. Petro Zeppenfeld, Chorherrn und Vicario S. Jacobi hiesiger Pfarrkirchen einen halben Reichsthaler jährlicher Renten alle, und jedes Jahr a dato dieses anzurechnen und zugeben, und aus unserem sogenannten Caspar Dietrichen Hutmachers Haus und Hoff, am Graben gelegen, einer Seiten A-dolph Hüsers Hauß, vorn Richarden Fluischen Hof, Herrn Bürgermeister Witten Hoff, und Adolph Hüsers Hoff anstoßend, also und dergestalten, dahe wir Verkäuffern obgt. in Bezhalung der fürstlichen Renten säumig, und nachlässig befunden wurden, daß auf den Fall vorgenannter H. Credito vollkommen Gewalt, und Macht haben solle, gnt. Haus und Hoff so hiemitt pro speciali hypotheca constituirt wirdt anzugreiffen und sich darahn allerdings so wohl für Capital als Interesse und Kosten bezahlt, und schadlos zu machen ...".
Zeugen: Franz Höffer und Franz Zeppenfeld
Unterzeichnet von J. Ferdinand Bachmann, Kaiserlicher Notar
Zeugen: Franz Höffer und Franz Zeppenfeld
Unterzeichnet von J. Ferdinand Bachmann, Kaiserlicher Notar
Stadtarchiv Attendorn, Auswertungen der Hypothekenakten des Amtsgerichtes, Steuergemeinde Attendorn, Akte VI-35.
22.10.1733 Lehnspflichtige Grundstücke der Burg Schnellenberg
Verzeichnis derjenigen Grundstücke, die zu Gunsten des Hauses Schnellenberg angekauft wurden und lehnspflichtig sind.
Land am Schilde von 7 Müddescheid; das Land wurde am 14.02.1702 für 80 Taler von der Witwe Christoph Zeppenfeld, Maria Zeppenfeld geborene Christiani, gekauft. Laut Lehnsbrief vom 10.05.1698, ausgestellt für Christoph Christiani, sind von diesem Land 1 Malterscheid lehnrührig. Das Land wurde durch den mit Johannes Gertmann, Vikar Bonacker und Gebrüder Franke abgeschlosse-nen Vertrag vom 27.01.1716 mit einem Grundstück am Stürzenberg getauscht. - Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid minus 1 Viertelscheid; das Land wurde durch Kaufvertrag vom 29.05.1714 von Dietrich Potthoff gekauft. Lehnspflichtig sind von diesem Land 2 ½ Müddescheid, wie dies der Lehnsbrief an Dietrich Potthoff vom 14.01.1696 ausweist. - Land am Stürzenberg von 1 Malterscheid; das Land wurde am 7.12.1712 von Wilhelm, Maria und Caspar Christiani für 20 Rtl. 13 ß 6 Pfg. gekauft. Laut Lehnsbriefen von 1682 an Caspar Dietrich Potthoff und 1696 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig. -
Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid; das Land wurde am 01.07.1711 von Heinrich Steinmetz zum Preis von 35 Rtl. erworben. Laut Mutschein an Ferdinand Esling von 1707 und Lehnsbrief an Adam Esling von 1682 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig. - Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid und 1 ½ Viertelscheid; das Land wurde am 12.12.1707 für 30 Rtl. von Jost Lehrs gekauft. Im Lehnbrief von 1696 für Jost Lehrs werden 2 ½ Müddescheid als zum Haus Weichs zur Wenne lehnspflichtig erwähnt. 1682 wurde mit diesem Grundstück durch von Neuhoff zu Pungelscheid Eberhard Höffer belehnt. Mit Lehnsbrief von 1608 hat der Lehnsrichter Georg Weise im Auftrag des Kapitels S. Maria ad gradus den Peter Dankelhusen mit diesem Land belehnt. 1662 hat Rump zur Wenne den Eberhard Höffer belehnt. - 2 Länder am Stürzenberg von 6 Müddescheid, die am 6.6.1708 zum Preis von 22 Rtl. 27 ß von Anna Margaretha Viegener geborene Leistenschneider, Witwe des Johann Viegener, gekauft wurden. 2 Malterscheid sind davon lehnspflichtig, wie dies die Lehnsbriefe von 1693 von Neuhoff zu Pungelscheid und 1696 von Weichs zur Wenne, jeweils ausgestellt für Johann Viegener, ausweisen. - Ein Land am Stürzenberg von 2 ½ Müddescheid, das am 16.03.1712 für 10 Rtl. von Johannes Rieger gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne; dies wird durch den Lehnsbrief von 1699, ausgefertigt für Johannes Rieger, bewiesen. Zuletzt war Johannes Hütte mit diesem Land belehnt. 1719 wurde eine Abgabe von jährlich ½ Pfund Wachs an das Bürgerhospital zu Attendorn zu den Abgaben des Hofes Biggen gelegt. - Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 25.01.1713 für 38 Rtl. von Wilhelm Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies weisen Lehnsbriefe von 1682 und 1696 aus, die jeweils auf Wilhelm Dingerkus ausgestellt wurden.
Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 19.05.1709 für 33 Rtl. von den Erben Dröge gekauft wurde. Das Land ist ausweislich zweier Lehnsbriefe von 1662 und 1682 lehnspflichtig an das Haus Wenne. - Ein Land hinten am Stürzenberg von 3 ½ Müddescheid und 3 ½ Ruthen, das am 01.08.1714 für 23 Rtl. von Hermann Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweist ein Lehnsbrief vom 01.07.1711, ausgestellt für Johann Ludwig Gertmann. - Ein Land hinter dem Stürzenberg von 9 Müddescheid, das am 29.04.1712 für 60 Rtl. von Peter Sasse gekauft wurde. Es gibt Lehnsbriefe von 1654, 1662, 1682, 1693, 1696 und 1707, die aber widersprüchlich bezüglich der Größenangabe des Landes sind. - Ein Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid, das am 24.01.1716 mit Johannes Gertmann getauscht wurde. Dagegen wurde ihm ein ebenfalls lehnspflichtiges Land am Schilde übergeben. - Ein Land am untersten Schilde, frei allodial, 6 Müddescheid groß, das am 19.09.1701 für 125 Rtl. von Johann Dietrich Witte gekauft wurde. Dieses Land wurde mit zwei Ländereien des Gografen Bischo-pink am Stürzenberg vertauscht. Beide Länder sind lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweisen die auf Gottfried Bischopinck ausgestellten Lehnsbriefe von 1693 und 1696. Bei diesem Grundstück gibt es auch noch ältere Lehnsbriefe, einer ausgestellt für Anna von Busse und ein anderer von 1630 für den Scholaster Dietrich von Fürstenberg.
Land am Schilde von 7 Müddescheid; das Land wurde am 14.02.1702 für 80 Taler von der Witwe Christoph Zeppenfeld, Maria Zeppenfeld geborene Christiani, gekauft. Laut Lehnsbrief vom 10.05.1698, ausgestellt für Christoph Christiani, sind von diesem Land 1 Malterscheid lehnrührig. Das Land wurde durch den mit Johannes Gertmann, Vikar Bonacker und Gebrüder Franke abgeschlosse-nen Vertrag vom 27.01.1716 mit einem Grundstück am Stürzenberg getauscht. - Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid minus 1 Viertelscheid; das Land wurde durch Kaufvertrag vom 29.05.1714 von Dietrich Potthoff gekauft. Lehnspflichtig sind von diesem Land 2 ½ Müddescheid, wie dies der Lehnsbrief an Dietrich Potthoff vom 14.01.1696 ausweist. - Land am Stürzenberg von 1 Malterscheid; das Land wurde am 7.12.1712 von Wilhelm, Maria und Caspar Christiani für 20 Rtl. 13 ß 6 Pfg. gekauft. Laut Lehnsbriefen von 1682 an Caspar Dietrich Potthoff und 1696 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig. -
Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid; das Land wurde am 01.07.1711 von Heinrich Steinmetz zum Preis von 35 Rtl. erworben. Laut Mutschein an Ferdinand Esling von 1707 und Lehnsbrief an Adam Esling von 1682 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig. - Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid und 1 ½ Viertelscheid; das Land wurde am 12.12.1707 für 30 Rtl. von Jost Lehrs gekauft. Im Lehnbrief von 1696 für Jost Lehrs werden 2 ½ Müddescheid als zum Haus Weichs zur Wenne lehnspflichtig erwähnt. 1682 wurde mit diesem Grundstück durch von Neuhoff zu Pungelscheid Eberhard Höffer belehnt. Mit Lehnsbrief von 1608 hat der Lehnsrichter Georg Weise im Auftrag des Kapitels S. Maria ad gradus den Peter Dankelhusen mit diesem Land belehnt. 1662 hat Rump zur Wenne den Eberhard Höffer belehnt. - 2 Länder am Stürzenberg von 6 Müddescheid, die am 6.6.1708 zum Preis von 22 Rtl. 27 ß von Anna Margaretha Viegener geborene Leistenschneider, Witwe des Johann Viegener, gekauft wurden. 2 Malterscheid sind davon lehnspflichtig, wie dies die Lehnsbriefe von 1693 von Neuhoff zu Pungelscheid und 1696 von Weichs zur Wenne, jeweils ausgestellt für Johann Viegener, ausweisen. - Ein Land am Stürzenberg von 2 ½ Müddescheid, das am 16.03.1712 für 10 Rtl. von Johannes Rieger gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne; dies wird durch den Lehnsbrief von 1699, ausgefertigt für Johannes Rieger, bewiesen. Zuletzt war Johannes Hütte mit diesem Land belehnt. 1719 wurde eine Abgabe von jährlich ½ Pfund Wachs an das Bürgerhospital zu Attendorn zu den Abgaben des Hofes Biggen gelegt. - Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 25.01.1713 für 38 Rtl. von Wilhelm Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies weisen Lehnsbriefe von 1682 und 1696 aus, die jeweils auf Wilhelm Dingerkus ausgestellt wurden.
Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 19.05.1709 für 33 Rtl. von den Erben Dröge gekauft wurde. Das Land ist ausweislich zweier Lehnsbriefe von 1662 und 1682 lehnspflichtig an das Haus Wenne. - Ein Land hinten am Stürzenberg von 3 ½ Müddescheid und 3 ½ Ruthen, das am 01.08.1714 für 23 Rtl. von Hermann Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweist ein Lehnsbrief vom 01.07.1711, ausgestellt für Johann Ludwig Gertmann. - Ein Land hinter dem Stürzenberg von 9 Müddescheid, das am 29.04.1712 für 60 Rtl. von Peter Sasse gekauft wurde. Es gibt Lehnsbriefe von 1654, 1662, 1682, 1693, 1696 und 1707, die aber widersprüchlich bezüglich der Größenangabe des Landes sind. - Ein Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid, das am 24.01.1716 mit Johannes Gertmann getauscht wurde. Dagegen wurde ihm ein ebenfalls lehnspflichtiges Land am Schilde übergeben. - Ein Land am untersten Schilde, frei allodial, 6 Müddescheid groß, das am 19.09.1701 für 125 Rtl. von Johann Dietrich Witte gekauft wurde. Dieses Land wurde mit zwei Ländereien des Gografen Bischo-pink am Stürzenberg vertauscht. Beide Länder sind lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweisen die auf Gottfried Bischopinck ausgestellten Lehnsbriefe von 1693 und 1696. Bei diesem Grundstück gibt es auch noch ältere Lehnsbriefe, einer ausgestellt für Anna von Busse und ein anderer von 1630 für den Scholaster Dietrich von Fürstenberg.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.
04.11.1733 Altarstiftung für das Hospital
Wilhelm Bögge, Kaplan in Attendorn, bestätigt den Empfang von 10 Imperiales zu einem privilegierten Altar im Hospital zu Attendorn.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 387, Blatt 255.
28.12.1733 Lehnsgrundstücke der Burg Schnellenberg
Verzeichnis derjenigen Grundstücke, die zu Gunsten des Hauses Schnellenberg angekauft wurden und lehnspflichtig sind.
Land am Schilde von 7 Müddescheid; das Land wurde am 14.02.1702 für 80 Taler von der Witwe Christoph Zeppenfeld, Maria Zeppenfeld geborene Christiani, gekauft. Laut Lehnsbrief vom 10.05.1698, ausgestellt für Christopg Christiani, sind von diesem Land 1 Malterscheid lehnrührig. Das Land wurde durch den mit Johannes Gertmann, Vikar Bonacker und Gebrüder Franke abgeschlossenen Vertrag vom 27.01.1716 mit einem Grundstück am Stürzenberg getauscht.
Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid minus 1 Viertelscheid; das Land wurde durch Kaufvertrag vom 29.05.1714 von Dietrich Potthoff gekauft. Lehnspflichtig sind von diesem Land 2 ½ Müddescheid, wie dies der Lehnsbrief an Dietrich Potthoff vom 14.01.1696 ausweist.
Land am Stürzenberg von 1 Malterscheid; das Land wurde am 7.12.1712 von Wilhelm, Maria und Caspar Christiani für 20 Rtl. 13 ß 6 Pfg. gekauft. Laut Lehnsbriefen von 1682 an Caspar Dietrich Potthoff und 1696 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig.
Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid; das Land wurde am 01.07.1711 von Heinrich Steinmetz zum Preis von 35 Rtl. erworben. Laut Mutschein an Ferdinand Esling von 1707 und Lehnsbrief an Adam Esling von 1682 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig.
Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid und 1 ½ Viertelscheid; das Land wurde am 12.12.1707 für 30 Rtl. von Jost Lehrs gekauft. Im Lehnbrief von 1696 für Jost Lehrs werden 2 ½ Müddescheid als zum Haus Weichs zur Wenne lehnspflichtig erwähnt. 1682 wurde mit diesem Grundstück durch von Neuhoff zu Pungelscheid Eberhard Höffer belehnt. Mit Lehnsbrief von 1608 hat der Lehnsrichter Georg Weise im Auftrag des Kapitels S. Maria ad gradus den Peter Dankelhusen mit diesem Land belehnt. 1662 hat Rump zur Wenne den Eberhard Höffer belehnt.
2 Länder am Stürzenberg von 6 Müddescheid, die am 6.6.1708 zum Preis von 22 Rtl. 27 ß von Anna Margaretha Viegener geborene Leistenschneider, Witwe des Johann Viegener, gekauft wurden. 2 Malterscheid sind davon lehnspflichtig, wie dies die Lehnsbriefe von 1693 von Neuhoff zu Pungelscheid und 1696 von Weichs zur Wenne, jeweils ausgestellt für Johann Viegener, ausweisen.
Ein Land am Stürzenberg von 2 ½ Müddescheid, das am 16.03.1712 für 10 Rtl. von Johannes Rieger gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne; dies wird durch den Lehnsbrief von 1699, ausgefertigt für Johannes Rieger, bewiesen. Zuletzt war Johannes Hütte mit diesem Land belehnt. 1719 wurde eine Abgabe von jährlich ½ Pfund Wachs an das Bürgerhospital zu Attendorn zu den Abgaben des Hofes Biggen gelegt.
Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 25.01.1713 für 38 Rtl. von Wilhelm Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies weisen Lehnsbriefe von 1682 und 1696 aus, die jeweils auf Wilhelm Dingerkus ausgestellt wurden.
Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 19.05.1709 für 33 Rtl. von den Erben Dröge gekauft wurde. Das Land ist ausweislich zweier Lehnsbriefe von 1662 und 1682 lehnspflichtig an das Haus Wenne.
Ein Land hinten am Stürzenberg von 3 ½ Müddescheid und 3 ½ Ruthen, das am 01.08.1714 für 23 Rtl. von Hermann Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweist ein Lehnsbrief vom 01.07.1711, ausgestellt für Johann Ludwig Gertmann.
Ein Land hinter dem Stürzenberg von 9 Müddescheid, das am 29.04.1712 für 60 Rtl. von Peter Sasse gekauft wurde. Es gibt Lehnsbriefe von 1654, 1662, 1682, 1693, 1696 und 1707, die aber widersprüchlich bezüglich der Größenangabe des Landes sind.
Ein Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid, das am 24.01.1716 mit Johannes Gertmann getauscht wurde. Dagegen wurde ihm ein ebenfalls lehnspflichtiges Land am Schilde übergeben.
Ein Land am untersten Schilde, frei allodial, 6 Müddescheid groß, das am 19.09.1701 für 125 Rtl. von Johann Dietrich Witte gekauft wurde. Dieses Land wurde mit zwei Ländereien des Gografen Bischopink am Stürzenberg vertauscht. Beide Länder sind lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweisen die auf Gottfried Bischopinck ausgestellten Lehnsbriefe von 1693 und 1696. Bei diesem Grundstück gibt es auch noch ältere Lehnsbriefe, einer ausgestellt für Anna von Busse und ein anderer von 1630 für den Scholaster Dietrich von Fürstenberg.
Land am Schilde von 7 Müddescheid; das Land wurde am 14.02.1702 für 80 Taler von der Witwe Christoph Zeppenfeld, Maria Zeppenfeld geborene Christiani, gekauft. Laut Lehnsbrief vom 10.05.1698, ausgestellt für Christopg Christiani, sind von diesem Land 1 Malterscheid lehnrührig. Das Land wurde durch den mit Johannes Gertmann, Vikar Bonacker und Gebrüder Franke abgeschlossenen Vertrag vom 27.01.1716 mit einem Grundstück am Stürzenberg getauscht.
Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid minus 1 Viertelscheid; das Land wurde durch Kaufvertrag vom 29.05.1714 von Dietrich Potthoff gekauft. Lehnspflichtig sind von diesem Land 2 ½ Müddescheid, wie dies der Lehnsbrief an Dietrich Potthoff vom 14.01.1696 ausweist.
Land am Stürzenberg von 1 Malterscheid; das Land wurde am 7.12.1712 von Wilhelm, Maria und Caspar Christiani für 20 Rtl. 13 ß 6 Pfg. gekauft. Laut Lehnsbriefen von 1682 an Caspar Dietrich Potthoff und 1696 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig.
Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid; das Land wurde am 01.07.1711 von Heinrich Steinmetz zum Preis von 35 Rtl. erworben. Laut Mutschein an Ferdinand Esling von 1707 und Lehnsbrief an Adam Esling von 1682 ist das Land ans Haus Wenne lehnspflichtig.
Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid und 1 ½ Viertelscheid; das Land wurde am 12.12.1707 für 30 Rtl. von Jost Lehrs gekauft. Im Lehnbrief von 1696 für Jost Lehrs werden 2 ½ Müddescheid als zum Haus Weichs zur Wenne lehnspflichtig erwähnt. 1682 wurde mit diesem Grundstück durch von Neuhoff zu Pungelscheid Eberhard Höffer belehnt. Mit Lehnsbrief von 1608 hat der Lehnsrichter Georg Weise im Auftrag des Kapitels S. Maria ad gradus den Peter Dankelhusen mit diesem Land belehnt. 1662 hat Rump zur Wenne den Eberhard Höffer belehnt.
2 Länder am Stürzenberg von 6 Müddescheid, die am 6.6.1708 zum Preis von 22 Rtl. 27 ß von Anna Margaretha Viegener geborene Leistenschneider, Witwe des Johann Viegener, gekauft wurden. 2 Malterscheid sind davon lehnspflichtig, wie dies die Lehnsbriefe von 1693 von Neuhoff zu Pungelscheid und 1696 von Weichs zur Wenne, jeweils ausgestellt für Johann Viegener, ausweisen.
Ein Land am Stürzenberg von 2 ½ Müddescheid, das am 16.03.1712 für 10 Rtl. von Johannes Rieger gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne; dies wird durch den Lehnsbrief von 1699, ausgefertigt für Johannes Rieger, bewiesen. Zuletzt war Johannes Hütte mit diesem Land belehnt. 1719 wurde eine Abgabe von jährlich ½ Pfund Wachs an das Bürgerhospital zu Attendorn zu den Abgaben des Hofes Biggen gelegt.
Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 25.01.1713 für 38 Rtl. von Wilhelm Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies weisen Lehnsbriefe von 1682 und 1696 aus, die jeweils auf Wilhelm Dingerkus ausgestellt wurden.
Ein Land am Stürzenberg von 5 Müddescheid, das am 19.05.1709 für 33 Rtl. von den Erben Dröge gekauft wurde. Das Land ist ausweislich zweier Lehnsbriefe von 1662 und 1682 lehnspflichtig an das Haus Wenne.
Ein Land hinten am Stürzenberg von 3 ½ Müddescheid und 3 ½ Ruthen, das am 01.08.1714 für 23 Rtl. von Hermann Dingerkus gekauft wurde. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweist ein Lehnsbrief vom 01.07.1711, ausgestellt für Johann Ludwig Gertmann.
Ein Land hinter dem Stürzenberg von 9 Müddescheid, das am 29.04.1712 für 60 Rtl. von Peter Sasse gekauft wurde. Es gibt Lehnsbriefe von 1654, 1662, 1682, 1693, 1696 und 1707, die aber widersprüchlich bezüglich der Größenangabe des Landes sind.
Ein Land am Stürzenberg von 3 Müddescheid, das am 24.01.1716 mit Johannes Gertmann getauscht wurde. Dagegen wurde ihm ein ebenfalls lehnspflichtiges Land am Schilde übergeben.
Ein Land am untersten Schilde, frei allodial, 6 Müddescheid groß, das am 19.09.1701 für 125 Rtl. von Johann Dietrich Witte gekauft wurde. Dieses Land wurde mit zwei Ländereien des Gografen Bischopink am Stürzenberg vertauscht. Beide Länder sind lehnspflichtig an das Haus Wenne, dies beweisen die auf Gottfried Bischopinck ausgestellten Lehnsbriefe von 1693 und 1696. Bei diesem Grundstück gibt es auch noch ältere Lehnsbriefe, einer ausgestellt für Anna von Busse und ein anderer von 1630 für den Scholaster Dietrich von Fürstenberg.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.
30.08.1734 Schreinerrechnung
Rechnung des Schnellenberger Hofschreiners Johann Eberhard Zeppenfeld für die Anfertigung einer neuen Lehne "in die Kapelle", für die Fertigung von vier Kisten für das Versenden von Büchern, für einen neuen Fensterrahmen "auff den Gibst Thurm". Außerdem hat er die eisernen Wasserröhren, die "hin undt wieder vom Doner Canoll" [Donnerknall = Blitzeinschlag] zersprungen waren, repariert. Schließlich hat er einen Schinkenkasten gefertigt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.
07.03.1735 Steffensmann ist ein Holzfrevler
Klage des Freiherrn Johannes Reinhard von Schade zu Ahausen gegen den Colonen Steffensmann zu Silbecke wegen Holzfrevel. Der Richter Freusberg zu Bilstein gibt dem Steffensmann 6 Tage Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern oder aber sich mit dem Freiherrn über die Höhe der Entschädigung zu einigen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3157.
16.08.1735 Eheversprechen Hauffnagel-Saure
Eheversprechen zwischen Adam Hauffnagel aus Bruchhausen und Anna Margaretha Saure, Witwe des Christoph Saure vom Jäckelchen; dabei wird folgendes vereinbart:
1. Stirbt einer vor dem anderen ohne leibliche Erben, so erhält die Braut 30 Rtl., der Bräutigam die Hälfte.
2. Zwischen den Kindern aus 1. Ehe, Caspar und Wilhelm, und den zukünftig zu erwartenden Kin-
dern zweiter Ehe wird bezüglich der Unterhaltung und Ausreitung die Gleichstellung vereinbart;
3. die 5 Brüder der Braut Johannes, Peter, Cornelius, Johannes und Hermann erhalten jeweils die übliche Ausreitung.
Zeugen des auf der Pastorat zu Helden geschlossenen Ehevertrages sind Friedrich der Alte vom Schmellenberg, Johannes Bruchhausen von Bruchhausen und Hermann Schnieder vom Jäckelchen nebst anderen Verwandten und Nachbarn.
Unterschrieben vom Pastor Voß.
1. Stirbt einer vor dem anderen ohne leibliche Erben, so erhält die Braut 30 Rtl., der Bräutigam die Hälfte.
2. Zwischen den Kindern aus 1. Ehe, Caspar und Wilhelm, und den zukünftig zu erwartenden Kin-
dern zweiter Ehe wird bezüglich der Unterhaltung und Ausreitung die Gleichstellung vereinbart;
3. die 5 Brüder der Braut Johannes, Peter, Cornelius, Johannes und Hermann erhalten jeweils die übliche Ausreitung.
Zeugen des auf der Pastorat zu Helden geschlossenen Ehevertrages sind Friedrich der Alte vom Schmellenberg, Johannes Bruchhausen von Bruchhausen und Hermann Schnieder vom Jäckelchen nebst anderen Verwandten und Nachbarn.
Unterschrieben vom Pastor Voß.
Pfarrarchiv Helden, B 35, Seite 71.
26.08.1735 Hilferuf der Fürstin von Nassau
Witwe Leopoldina Fürstin zu Nassau geb. Gräfin von Hohenlohe bittet den Baron von Fürstenberg um Hilfe, da 2.000 reformierte Soldaten vor Siegen stehen und sie nicht weiß, wie sie sich und ihre Familie retten könnte.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4485, Blatt 641.
10.11.1735 Trinkwasser für Schnellenberg
Rechnung des Hofschreiners Johann Eberhard Zeppenfeld, u.a. für die Fertigung etlicher neuer Wasserkisten in den Wald. Dabei hat Johannes Potthoff geholfen, Gräben auszuwerfen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.
23.01.1736 Johann Rauterkus muss zahlen
In der Revisionsklage des Johann Rauterkus zu Rauterkusen gegen den Beklagten Juden Heimann Aaron zu Attendorn weist das Offizialatgericht Werl die Klage des Rauterkus ab und verurteilt ihn, dem Heiman Aaron das rückständige Kapital einschließlich Zinsen sowie die entstandenen Gerichtskosten im Gesamtumfang von 78 Rtl. 45 Schillinge 6 Pfg. zu bezahlen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4101.
28.09.1736 Waldenburger Kapelle repariert
Rechnung des Leyendeckers Johann Jakob Wickeler, u.a. Reparaturen am Dach der Waldenburger Kapelle.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.
14.11.1736 Adolfsburger Verpachtungen
Adolfsburger Gewinnprotokoll. Darin wird das Baumeisters Gut in Oberhundem an Heinrich Baumeister verpachtet, das Beckmanns Gut zu Selbecke an Franz Beckmann und dessen Ehefrau Anna Maria Beckmann, das Gut im Voßloch zu Oberhundem an Jakob Feldhaus, Kleffs Gut zu Oberhundem an Anton Sasse (letzterer bittet um Nachlass der Pacht, da er die gebrechlichen Schwiegereltern zu ernähren habe), Mertens zu Oberhundem an Johann Christ und dessen Ehefrau Eva Maria, Böhmers Gut zu Oberhundem an Johannes Böhmer, der im Mai auf den Hof gekommen sei, Tilmann Borgmann zu Varste und dessen Ehefrau Anna Margaretha, Friedrich Everts zu Varste (es erscheint des-sen Sohn Johannes Everts), Brinkers Gut zu Meggen an Guntermann Brinker genannt Droste, Contzen Gut zu Meggen, Blecker auf der Stüppel an Johannes Thöne, Ferdinand aufm Kampe zu Oberhundem, Jüngermann zu Albaum an Hermann Jüngermann, Reutz zu Oberhundem an Rentmeister Johann Gottfried Reutz.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1680, Blatt 405.
15.01.1737 Schlaganfall
Vom Schnellenberg kommt ein Reiter, die alte Frau von Fürstenberg habe einen Schlaganfall erlitten. Am 17.1. wird mitgeteilt, dass es der gnädigen Frau wieder besser gehe. Deshalb wurde die Reise nach Schnellenberg wegen des schlimmen Wetters abgesagt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 458, Blatt 2.
29.01.1737 Maria Theresia von Fürstenberg stirbt auf Schnellenberg
Maria Theresia von Fürstenberg geb. von Westphalen stirbt abends um 6 Uhr auf Schnellenberg. Einen Boten nach Soest geschickt, um die Trauerbotschaft zu drucken. Einen Boten nach Marpe geschickt, um Richter Hoynck nach Schnellenberg zu befehlen, die Beerdigung vorzubereiten. Am 31.1.1737 Boten nach Paderborn, Münster und Köln geschickt, die Trauerkunde zu überbringen. Am 1.2. ist Freiherr von Fürstenberg, Herr Stallmeister und ich nach Schnellenberg abgefahren, abends dort angekommen. Am 2.2. abends zwischen 5 und 6 Uhr wurde der Leichnam bis zum Hospital gefahren, der Freiherr von Fürstenberg ist in einem sechsspännigen Wagen gefolgt. Es nahmen noch teil: Herr von Imbsen, Richter Höynck von Eslohe, Dr. Treffert von Siegen, Rentmeister Reutz von Adolfsburg, Sekretär Wilhelm, alle in schwarzen Mänteln. Am Hospital wurde die Leiche aus dem Trauerwagen gesetzt und von den Bürgern zur Kirche getragen. Voran gingen die alten Schützen mit ihren Fahnen, dann der Chor der Pfarrkirche, dann die Leiche, dann Freiherr von Fürstenberg, dann Herr von Imbsen, Richter von Eslohe mit Amtsverwalter Bresser, Herr König und Dr. Treffert von Siegen, Rentmeister von der Adolfsburg mit Sekretär Wilhelm, dann Honoratioren der Stadt, den Schluss bildeten die jungen Schützen mit ihren Fahnen. Die Prozession wurde mit 70 Kerzen begleitet bis in die Franziskanerkirche, wo die Leiche auf dem Chor vor dem Hochaltar beigesetzt wurde. Am anderen Tag ist die Trauergemeinde erneut zur Franziskanerkirche gefahren, um dem Seelenamt beizuwohnen. Daran nahmen auch teil das Ehepaar von Schade zu Ahausen und der Prior von Ewig. Alle gingen dann zum Schnellenberg, um zu Mittag zu essen.
Am 4. und 5. Februar wurden die Trauerbriefe abgeschickt laut beigefügtem Verzeichnis.
Am 20.2. waren die Exequien in der Pfarrkirche, abgehalten durch das Chorkapitel; anschließend Essen auf der Burg Schnellenberg.
Am 21.2. waren die Exequien in der Franziskanerkirche; dazu waren auch die fürstenbergschen Bediensteten und die Pfarrer aus der Nachbarschaft geladen. Danach war Essen auf der Burg Schnellenberg splendissime an 3 taffeln.
Am 4.3. trat Freiherr von Fürstenberg mit seinem Gefolge die Rückreise nach Herdringen an.
Am 4. und 5. Februar wurden die Trauerbriefe abgeschickt laut beigefügtem Verzeichnis.
Am 20.2. waren die Exequien in der Pfarrkirche, abgehalten durch das Chorkapitel; anschließend Essen auf der Burg Schnellenberg.
Am 21.2. waren die Exequien in der Franziskanerkirche; dazu waren auch die fürstenbergschen Bediensteten und die Pfarrer aus der Nachbarschaft geladen. Danach war Essen auf der Burg Schnellenberg splendissime an 3 taffeln.
Am 4.3. trat Freiherr von Fürstenberg mit seinem Gefolge die Rückreise nach Herdringen an.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 458, Blatt 5.
08.02.1737 Begräbnis der Freifrau von Fürstenberg
Auf der Burg Schnellenberg stirbt 1737 die Freifrau Maria Theresia von Fürstenberg geborene von Westphalen. Sie wird unter Beteiligung der gesamten Attendorner Bürgerschaft in der Familiengruft in der Attendorner Franziskanerkirche (heute: Eingangsbereich der Sparkasse)zur letzten Ruhe gebettet.
In diesem Zusammenhang haben sich zahlreiche Rechnungen Attendorner Handwerker erhalten. Unter anderem berechnete der Bürger und Maurer Christoph Gertmann für die Herrichtung des Grabes 4 Rtl. 51 Schillinge, Heinrich Möller für Lieferung des Leichentuches 14 Rtl. 52 Schillinge 6 Pfg., J. Christoph Hegener, Vikar in Attendorn, über erhaltene 3 Rtl. 48 Schillinge, um die 70 Fackelträger a 3 Petermännchen zu bezahlen. Schreiner Johann Eberhard Zeppenfeld aus Attendorn erhielt für geleistete Schreinerarbeit bei der Herrichtung des Grabes, u.a. Befestigung von Trauerfloren an den 3 Studentenfahnen, an die große alte Schützenfahne 12 Ellen, an die große junge Schützenfahne 12 Ellen, an die fünf Wunden Bruderschaftsfahne, die die Junggesellen tragen, 6 Ellen. Außerdem fertigte er 70 Flamboen, der Tagelohn wird mit 18 Schillingen angesetzt.
Ferdinand Laymann berechnete für die Fertigung von 70 Kerzen, wozu 35 Pfund Wachs verarbeitet wurden, das Pfund zu 18 Schillinge = 11 Rtl. 36 Schillinge. Dazu kommt der Lohn von 3 Rtl. 48 Schillingen. Pfarrküster Cornelius Zeppenfeld berechnete 31 Rtl. für das Läuten der Glocken. Am 30.1. hat er mit allen Glocken geläutet, dann weitere 8 Tage, jeden Tag 9 Pausen; die 6 Trauerwochen 35 Tage lang je 3 Pausen; bei den zweiten Exequien 9 Pausen.
Schmiedemeister Jost Dingerkus berechnete für die Fertigung von 10 Griffen und Gehängen sowie 4 Holzschrauben für den Sarg 3 Rtl.,
Bernhard Hufnagel berechnete für geliefertes schwarzes Tuch 28 Rtl. 48 Schillinge. Johann Peter Harnischmacher berechnete für das gemalte Totenwappen und das Wappen über der Pforte 9 Rtl.
Der Jude Abraham Jacob stellte die Lieferung von Rind- und Kalbfleisch sowie Kalbskröse zum Schnellenberg in Rechnung. Schließlich verlangte der Chirurg Kreutzkamp, Attendorn, für das Einbalsamieren der Leiche: 6 Rtl.
In diesem Zusammenhang haben sich zahlreiche Rechnungen Attendorner Handwerker erhalten. Unter anderem berechnete der Bürger und Maurer Christoph Gertmann für die Herrichtung des Grabes 4 Rtl. 51 Schillinge, Heinrich Möller für Lieferung des Leichentuches 14 Rtl. 52 Schillinge 6 Pfg., J. Christoph Hegener, Vikar in Attendorn, über erhaltene 3 Rtl. 48 Schillinge, um die 70 Fackelträger a 3 Petermännchen zu bezahlen. Schreiner Johann Eberhard Zeppenfeld aus Attendorn erhielt für geleistete Schreinerarbeit bei der Herrichtung des Grabes, u.a. Befestigung von Trauerfloren an den 3 Studentenfahnen, an die große alte Schützenfahne 12 Ellen, an die große junge Schützenfahne 12 Ellen, an die fünf Wunden Bruderschaftsfahne, die die Junggesellen tragen, 6 Ellen. Außerdem fertigte er 70 Flamboen, der Tagelohn wird mit 18 Schillingen angesetzt.
Ferdinand Laymann berechnete für die Fertigung von 70 Kerzen, wozu 35 Pfund Wachs verarbeitet wurden, das Pfund zu 18 Schillinge = 11 Rtl. 36 Schillinge. Dazu kommt der Lohn von 3 Rtl. 48 Schillingen. Pfarrküster Cornelius Zeppenfeld berechnete 31 Rtl. für das Läuten der Glocken. Am 30.1. hat er mit allen Glocken geläutet, dann weitere 8 Tage, jeden Tag 9 Pausen; die 6 Trauerwochen 35 Tage lang je 3 Pausen; bei den zweiten Exequien 9 Pausen.
Schmiedemeister Jost Dingerkus berechnete für die Fertigung von 10 Griffen und Gehängen sowie 4 Holzschrauben für den Sarg 3 Rtl.,
Bernhard Hufnagel berechnete für geliefertes schwarzes Tuch 28 Rtl. 48 Schillinge. Johann Peter Harnischmacher berechnete für das gemalte Totenwappen und das Wappen über der Pforte 9 Rtl.
Der Jude Abraham Jacob stellte die Lieferung von Rind- und Kalbfleisch sowie Kalbskröse zum Schnellenberg in Rechnung. Schließlich verlangte der Chirurg Kreutzkamp, Attendorn, für das Einbalsamieren der Leiche: 6 Rtl.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 488.
20.03.1737 Jude liefert Fleisch zum Schnellenberg
Rechnung des Juden Abraham Jacob für geliefertes Rind- und Kalbfleisch sowie Kalbskröse zum Schnellenberg.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 488.
04.06.1737 Maler Harnischmacher schreibt Rechnung
Der Maler Johann Peter Harnischmacher aus Attendorn bestätigt den Empfang von Lohn- und Materialkosten für Arbeiten auf dem Kabinett und Nebenzimmer zu Schnellenberg. Das Papier trägt als Wasserzeichen das Stadtwappen von Attendorn.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1726.
13.07.1737 Nachlassregelung auf Schnellenberg
An diesem Tag ist Freiherr von Fürstenberg mit dem Domküster und Generalvikar von Münster sowie Frau von Galen nach Schnellenberg gefahren. Am 14.7. ist Erbkämmerer von Galen in Schnellenberg angekommen. Am 15.7. wurde das Testament der verstorbenen Freifrau Maria Theresia von Fürstenberg geöffnet. Am 16.7. kam Stiftsfräulein Lucia von Fürstenberg aus Köln auf Schnellenberg an. Am 17.7. haben alle am Seelenamt in der Franziskanerkirche teilgenommen; danach wurde auf Schnellenberg nochmals das Testament verlesen und die Erbteilung vorgenommen. Am 18.7. sind alle Beteiligten wieder abgereist.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 458, Blatt 13.
16.07.1737 Nachlass der Freifrau von Fürstenberg geregelt
Inventar über die Nachlassenschaft der verstorbenen Freifrau von Fürstenberg geb. Freifrau von Westfalen, aufgezeichnet durch den apostolischen Protonotar Stefan Dingerkus.
Das Inventar gliedert sich in die Abschnitte Silberwerk, Porzellan, Leinen, Obligationen, Medaillen, Gold- und Silbermünzen, Schmuck u.a. -
"12. Ein Bischofflicher pitzier ring von goldt [Siegelring], in der eysernen Tonnen im Thurn des Cabinetts."
Das Inventar gliedert sich in die Abschnitte Silberwerk, Porzellan, Leinen, Obligationen, Medaillen, Gold- und Silbermünzen, Schmuck u.a. -
"12. Ein Bischofflicher pitzier ring von goldt [Siegelring], in der eysernen Tonnen im Thurn des Cabinetts."
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1044, Blatt 323.
17.07.1737 Feierliche Totenmesse
Exequien für die verstorbene Mutter in "templo franciscanorum" in Attendorn. Daran nehmen teil Christian Franz Dietrich von Fürstenberg, dessen Bruder Hugo Franz von Fürstenberg, die Schwester von Galen, der Bruder Franz Egon von Fürstenberg, Generalvikar des Bistums Münster, der Erbkämmerer von Galen und die Schwester Lucia von Fürstenberg aus Köln.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 362, Blatt 73.
05.09.1737 Schnellenberger Haushalt bleibt erhalten
Freiherr von Fürstenberg notiert, dass auf der Burg Schnellenberg auf jeden Fall ein Haushalt bestehen bleiben müsse; so, wie seit etwa 15 Jahren Adolfsburg, Horst und Ichterloh durch Pächter ver-sorgt würden, müsse dies auch auf Schnellenberg geschehen. Auf keinen Fall sei so zu verfahren wie auf dem Fürstenberg oder in Waterlappe.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 400, Blatt 53.