Inhalt

Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

Suchen Sie einfach nach einem Datum oder einem Stichwort.

Suchbegriff:

Es wurden 4678 Einträge gefunden

07.02.1729 Olper Richter schwer erkrankt

Johann Adolf Koch, Attendorn, berichtet vertraulich über den schlechten Gesundheitszustand des Olper Richters. Man müsse nun auf der Hut sein, dass im Ablebensfall nicht der Aspirant Roing als neuer Richter installiert werde, ohne das die Familie von Fürstenberg ihren Einfluss geltend machen könne.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2555.

09.02.1729 Neubesetzung der Olper Richterstelle

Johann Heinrich Bigeleben, Arnsberg, empfiehlt dem Freiherrn von Fürstenberg in Bezug auf die möglicherweise anstehende Neubesetzung der Richterstelle in Olpe schon jetzt auf der Hut zu sein und Schritte einzuleiten, den Oberstkämmerer in Bonn über die Patronatsrechte der Familie von Fürs-tenberg gemäß Vergleichs von 1680 zu informieren.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2555.

14.02.1729 Klüngel um das Pfarramt in Schönholthausen

Wilhelm Braun, Herdringen, teilt dem Freiherrn von Fürstenberg mit, die Pastoratstelle in Schönholthausen sei vakant geworden, ob König sie noch haben wolle. – Freiherr von Fürstenberg notiert, dass er keine Zweifel habe, dass König die Pastoratstelle annehmen werde. Allerdings müsse er unverzüglich nach Köln reisen, um die Approbation zu erlangen. Dann habe schnellestens die Investitur zu erfolgen, damit die Plettenberg zu Lenhausen erst gar nicht die Möglichkeit hätten, einen anderen Kandidaten zu präsentieren. Es sei besser, König bliebe in der Nähe, als wenn er nach Olpe, Münster oder Schönstein gehe. Als sein Nachfolger sei jemand vorgesehen, der in Werl im Hause der Familie von Papen wohne.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 386, Blatt 47

15.02.1729 Pfarrstelle in Schönholthausen muss neu besetzt werden

Christian Franz Dietrich von Fürstenberg präsentiert für die Pfarrstelle in Schönholthausen, die durch den Tod des bisherigen Stelleninhabers Wilhelm Amel vakant geworden ist, als Nachfolger den Bernhard Heinrich König, Kaplan zu Schnellenberg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4031.

09.03.1729 Stammhöfe in Rehringhausen

Lehnsprotokoll. Darin sagt Johannes Nies aus, dass es in Rehringhausen nur 5 Stammhöfe gebe: Rhöders, Petermanns, Kremers, Koches und Gördts; die ersten drei Höfe seinen lehnrührig, die letzten beiden nicht. Das Lehnsgericht teilt diese Auffassung nicht, sondern stellt fest, dass Rehringhausen ursprünglich nur ein lehnrühriger Hof gewesen sei. Im Laufe der Zeit sei dieser Hof zu fünf Stammhöfen und damit zum Dorf Rehringhausen gewachsen. Somit sei die Lehnsrührigkeit solange auf die fünf Stammhöfe aufzuteilen, bis das Gegenteiliges bewiesen sei. Außerdem wird beklagt, dass von den eingeladenen Einwohnern Reheringhausens nur drei erschienen seien. Eingeladen wurden Erben Witwe Hans Hille, Erben Leonhard Hille, Erben Witwe Gördt Gerhardts, Erben Heinrich Hengstebeck, Erben Hubert Hille, Erben Caspar Lütticke, Erben Gördt Rüsche, Erben Heinrich Ron-newinckel, Erben Heinrich Ohm, Erben Gördt Ohm, Erben Greite Vollmers, Erben Michael Hille, Erben Tigges Schulte, Erben Johannes Hirsch, Erben Gördt Ziegenhofes, Erben Adam

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1325.

15.03.1729 Neue Kirche für Schönholthausen?

C. Pämercken zu Lenhausen bewirbt sich um die Pfarrstelle in Schönholthausen. Er hätte Lust, an Stelle der völlig baufälligen Kirche ein neues Gotteshaus zu Ehren Gottes und seiner Mutter Maria zu bauen, auch wolle er sich dafür stark machen, dass die Herren von Lenhausen den Chorraum der Kirche auf ihre Kosten erbauen ließen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 380, Blatt 207.

25.03.1729 Neuer Pfarrer für Schönholthausen

Johann Adolf Midderhoff aus Köln, Hauptsekretär des Generalvikars Francken-Sierstorff, teilt mit, dass die Pfarrstelle durch den Tod des Pfarrers Amel vakant geworden sei; er bewirbt sich als Nachfolger. – Midderhoff wird Pfarrer in Schönholthausen und ist noch 1775 im Amt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3939, Blatt 131.

31.03.1729 Stellenbesetzungen versinken im Chaos

Der Attendorner Gograf Johann Gottfried Bresser schreibt an den "hochwollehrwürdig, hochgelehrter mein sonders hochgeehrter Herr." Darin geht es offensichtlich um einen juristischen Vergleich über die Stellung des Erbdrostenamtes. Bresser nimmt dabei Bezug auf sein Gogrevenpatent von 1715. – In einem weiteren Brief beklagt sich Bresser über das Durcheinander bei der Besetzung von kurkölnischen Beamtenstellen, vor allem deshalb, weil seiner Meinung nach die Rechte der Familie von Fürstenberg neu zu definieren seien in Bezug auf ihr Erbdrostenamt. So habe sich die Familie Höynck die Richterstelle in Olpe erschlichen. Auch sei die Besetzung der Gografenstelle in Attendorn 1715 nicht mit rechten Dingen zugegangen. – Ein weiterer Brief mit der Handschrift Bressers, offensichtlich aber geschrieben im Auftrag seines Herrn Christian Franz Dietrich von Fürstenberg, beklagt die Besetzung der Attendorner Gerichtsschreiberstelle "mit einem tertius mit Nahmen Harnischmacher," nachdem der vorgeschlagene Kandidat Leonhardt Schweickhardt abgewiesen wurde. Diese Praxis steht nicht in Einklang mit einem Vergleich, den die Familie von Fürstenberg 1680 mit dem Kurfürsten geschlossen habe. Der Freiherr von Fürstenberg besteht auf seinem Recht als Erbdroste, die Ämter und Stellen mit einen Kandidaten seiner Wahl besetzen zu dürfen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2554.

03.06.1729 Schnellenberger Mühle repariert

Der Mühlenmeister, Johannes Badschütz aus Attendorn repariert die Schnellenberger Mühle.

Archiv des Freiherrn von Fü+rstenberg-Herdringen, Akte AFH 4612.

06.08.1729 Schnellenberger Braukessel

Beleg über die Reparatur des Schnel-lenberger Braukessels durch Meister Urban Hoff aus Attendorn, der dazu das Kupfer aus Olpe bezieht.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 4613.

24.08.1729 Das Gut Langenei wird verpfändet

Reichsfreiherr Christian Franz Dietrich von Fürstenberg bekennt, dass der Domkapitular von Münster, Friedrich Christian Josef von Galen, ihm Geld geliehen hat. Dafür verpfändet er ihm den Rittersitz Langenei auf Lebenszeit. Nach dessen Ableben wird das Gut an die Familie von Fürstenberg zurückfallen.
Rote Lacksiegel der Vertragspartner, gut erhalten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2888.

22.09.1729 Bau der Hospitalkirche wird bezuschusst

Stephan Dingerkus, Rector Hospitalis, bestätigt den Empfang von 100 Rtl. zu Zwecken des Hospitalkirchenbaus in Attendorn.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 488.

29.09.1729 Hängebrücke fertiggestellt

Abrechnung der Arbeiten an der Hängebrücke, vor allem die Fertigung und Stationierung von 2 Böcken; daran haben gearbeitet Meister Adam Rademacher, Christoph Rademacher, Johannes Schnüttgen, Peter Fröling, Heinrich Vielenbach, Simon Beringer, Johannes Wüster, Johannes Cle-mens, Johannes Potthoff, Matthias Hoberg, Johannes Fröling und Bernhard Schickhoff. Die Rechnung schließt mit 5 Rtl. 49 ß 3 Pfg. ab.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

12.10.1729 Geldgeschäfte in Bremge

Vor dem Richter Johann Adolph Freusberg und den Gerichtsscheffen Gerhard Laymann und Caspar Dietrich Becker zu Bilstein bekennt Caspar Hütte ahn der Hardt, dass er von Heinrich Stamm zu Bremge 94 Taler geliehen hat.
Dem Schuldner sind die bisher geleisteten Sicherheiten (ein braunes Fohlen und 2 Kühe) zurückgegeben worden. Nun verpfändet er 1) die Siefenswiese, die zwischen ihm, Imminghaus und Hesse liegt, 2) seinen Hagen am Gahmes Kotten, liegt zwischen Schreders und den Negerschen, 3) seinen Hagen am Elbershagen, 4) seinen Hagen in der Fürsschlade, an Künnen und Ackerschott stoßend.
Unterschrift des Gerichtsschreibers Johann Georg Vaßbach und aufgedrücktes Gerichtssiegel.
Vermerk des Justizamtes Olpe vom 01.08.1831 über die erfolgte Eintragung ins Hypothekenregister der Gemeinde Helden.

Pfarrarchiv Helden, Akten A 3, Seite 100.

22.10.1729 Eisbrecher an der Biggebrücke

Maurermeister Bernhard Rieger stellt fest, dass die Soldaten Caspar Robert, Gördt Metz, Henrich Lang, Jakob Engels und Johannes Clemens an den Eisbrechern geholfen haben.

Arfchiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

24.11.1729 Frost fordert Opfer

Stephan Dingerkus, Schnellenberg, an Freiherr von Fürstenberg, Domküster und "meinen gnädigen Patron." Er teilt mit, dass seine Mutter gut in Hildesheim angekommen sei. Roserus Zeppenfeld habe bei kaltem Wind eine Reise nach Herdringen und Arnsberg gemacht, nach der Rückkehr habe er sich hinlegen müssen und sei am 22.11. entschlafen, am 23.11. sei er in der Hospitalkirche begraben worden. Außerdem lasse die Mutter Maria Theresia fragen, wo sich der Generalschlüssel zu den Bibliotheksschränken befinde.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 386, Blatt 214.

01.12.1729 Stiftung von heiligen Messen in der Hospitalkirche

Margaretha Lehrs quittiert den Empfang von 10 Rtl. durch Rector hospitalis Stefan Dingerkus. Dieser zahlte das Geld im Auftrag des Domküsters Hugo Franz von Fürstenberg, weil der verstorbene Sohn der Margaretha Lehrs, Roserus Ignatius Zeppenfeld, Seelenmessen am privilegierten Altar in der Hospitalkirche in memoriam Propst Wilhelm Franz von Fürstenberg, dann Messen zu Ehren des Hl. Antonius von Padua, Messen zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus gelesen hatte.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1734.

07.12.1729 Weinlieferung angekommen

Wilhelm Platte bestätigt, dass ihm der Schirrmeister Wilm Schulte zu Mecklinghausen 2 Fässer Wein geliefert habe.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 383, Blatt 95.

25.12.1729 Weihnachtsgrüße

Gaudenz Moller, Prior zu Ewig, entbietet dem Freiherrn von Fürstenberg seine Weihnachts- und Neujahrsgrüße.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akten AFH 386, Blatt 253

Auch die Mitarbeiter des Stadtarchivs in Attendorn wünschen allen Lesern des Historischen Tagebuches frohe Weihnachten und alles Gute, vor allem Gesundheit, für das neue Jahr 2007!

30.12.1729 Reparatur der Schnellenberger Wasserleitung

Rechnung des Johann Eberhard Zeppenfeld über die Reparatur der Wasserleitung auf Schnellenberg; daran haben mitgearbeitet Johannes Hundt und Matthias Hoberg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1726.

31.12.1729 Neue Turmbekrönungen auf Schnellenberg

Rechnung des Hofschreiners Johann Eberhard Zeppenfeld, u.a. für Abnehmen der bleiernen Knöpfe von den Türmen und Ausschneiden und Aufsetzen anderer Turmbekrönungen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

05.01.1730 Besetzung der Richterstelle in Olpe

Freiherr Christian Franz Dietrich von Fürstenberg beauftragt den Amtsverwalter Dr. Bresser zu prüfen, wie man sich in Bezug auf die Besetzung der Richterstelle in Olpe verhalten soll. Fürstenberg sieht die Gefahr, dass er sich möglicherweise in Bezug auf die Kandidaten von Stockhausen und Höyinck zwischen zwei Stühle setzen könnte, was er vermeiden möchte.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2555.

11.01.1730 Schreinerrechnung Zeppenfeld

Rechnung des Hofschreiners Johann Eberhard Zeppenfeld über ausgeführte Arbeiten für die Burg Schnellenberg, u.a. über den Abbruch des alten Ofens im Tafelzimmer und Einbau eines neuen Ofens.
"26. Octobris [1729]: 2 Bäncke vor die junge Herrlein umbt dar ein zu sitzen, auff der Capellen zusamen 2 Rtl. 30 ß."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

01.02.1730 Garten vor dem Niedersten Tor geht an die Witwe Isphording

Helena Dickhof überlässt der Elisabeth Lehrs, Witwe des Dietrich Isphording in Attendorn, ihren drei Ruten großen Garten vor dem Niedersten Tor. Der Garten grenzt an die Ländereien der Witwe Meister Bernhard Hosen und den Garten des Kämmerers Hüppe.
Zeugen sind Kämmerer Stefan Isphording und Johannes Kraft. Ausgefertigt von Bürgermeister und Sekretär Johann Bernhard Hirsch.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4047.

17.02.1730 Stockhausen will Richter werden

Wilhelm Josef von Stockhausen teilt aus Bonn mit, dass er sich zum Kurfürsten begeben habe, um das Patent über die Richterstelle Olpe zu erwirken. Er beantragt die Präsentation durch den Freiherrn von Fürstenberg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2555.

Seite: << | < | 1 ... 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 | 67... 188 | > | >>