Inhalt

Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

Suchen Sie einfach nach einem Datum oder einem Stichwort.

Suchbegriff:

Es wurden 4678 Einträge gefunden

18.06.1721 Spende für das Franziskanerkloster

Gograf Johann Gottfried Bresser quittiert den Empfang von 50 Rtl., die ihm die Witwe Maria Theresia von Fürstenberg im Namen ihres Sohnes Hugo Franz von Fürstenberg für das Franziskanerkloster in Attendorn übergeben hat. Das Geld ist für das Bau-vorhaben des Klosters bestimmt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 365, Blatt 99.

30.07.1721 Allerlei Neuigkeiten des Amtsverwalters

Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck zu Bilstein schreibt an Freiherr von Fürstenberg wegen des Ankaufs des Schnellenbergischen Gutes zu Schönholthausen, dass er mit dem erfahrenen Landmesser Sterzenbach vermessen lassen will, um zu einem Kostenvoranschlag zu kommen. – Weiter geht es um die Taxierung des Rahrbacher Bergwerkes durch den Bergverwalter Freusberg, zwei Herren des Kölner Domkapitels und den beiden Hof- und Kammerräten Fabri aus Bonn. – Weiter geht es um die Pachtung der Zehnten zu Saalhausen und Oberhundem und schließlich teilt er mit, daß Peter Henrichs heute in Attendorn verstorben sei.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 368, Blatt 45.

11.09.1721 Lassen Sie sich's schmecken

Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck zu Bilstein bedankt sich bei der Freifrau von Fürstenberg für die Lieferung von Wildschweinfleisch.

Qiuelle: Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 877.

01.10.1721 Überfall auf den Heldener Pastor

Landdrost und Räte teilen dem Richter von Bilstein mit, dass der Pfarrer von Helden überfallen und ausgeraubt wurde. Der Richter möge binnen acht Tagen eine Untersuchung einleiten und einen Bericht vorlegen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2573, Blatt 1341.

10.10.1721 Überfall auf den Pfarrer von Helden

Richter, Vorsteher, Führer und Fronen des Gerichtes Bilstein beraten auf der Burg Bilstein das Vorgehen zur Ermittlung der Täter in Bezug auf den Überfall des Pfarrers von Helden und beschließen, in der folgenden Nacht bei aufgehendem Mond Überprüfungen im gesamten Amt Bilstein vorzunehmen. - Am 11.10. lässt der Setzgenosse Peter Boge durch einige Einsassen von Helden den verdächtigen Chirurgen Johann Lampe aus Nürnberg auf die Burg Bilstein bringen. Nach Überprüfung seiner Personalien und des chirurgischen Bestecks wird festgestellt, dass der Verdacht unbegründet ist. Er wird daraufhin zunächst nach Attendorn und von dort bis in das Brandenburgische weggebracht. – Zwei weitere Verdächtige preußische Soldaten wurden durch den Gerichtsschöffen Johann Heinrich Neuhaus ebenfalls vorgeführt; aber auch diese wurden nach Vernehmung wieder entlassen und bis an die Landesgrenze bei Siegen gebracht. – Ein weiterer Verdächtiger, ein Krugkrämer aus der Stadt Fredeburg, wird durch den Gerichtsschöffen Johannes Nies vorgeführt, aber ebenfalls nach Überprüfung der Personalien wieder entlassen. - Am 12.10. berichtet der Gerichtsschöffe Martin Schneider von Bilstein über nächtliche Hausdurchsuchungen in Kirchveischede, Bruchhausen, Oberveischede, Schmellenberg und Apollmicke, die er mit dem Gerichtsfrohnen Lambo durchgeführt habe, allerdings ohne Ergebnis. – Gleichermaßen berichtet der Gerichtsschöffe Caspar Dietrich Becker aus Förde, der zusammen mit dem Führer die Ortschaften Förde, Dünschede, Niederhelden, Mecklinghausen, Silbecke, Finnentrop, Petmecke und Jäckelchen durchsucht habe; ebenfalls ohne Ergebnis. – Es berichtet dann Setzgenosse Jobst Krämer genannt König aus Meggen, der mit einer ausreichenden Mannschaft die Dörfer Meggen, Maumke und Bonzel durchsucht habe; ohne Ergebnis. – Dann berichtet der Gerichtsschöffe Valentin Fincke über die Visitation der Dörfer im Kirchspiel Oberhundem; ohne Ergebnis. – Dann berichtet der Führer des Oberamts Bilstein Marcus Bömer über die Durchsuchung im Dorf und Kirspel Heinsberg; ohne Ergebnis. – Dann berichtet Gerichtsschöffe Peter Hoberg über die Durchsuchung der Dörfer Hofolpe, Langenei, Kickenbach und Altenhundem; ohne Ergebnis. – Dann berichtet Gerichtsschöffe Gerhard Leymann über die Durchsuchung der Dörfer Kirchhundem, Bettinghoff, Herrntrop, Würdinghausen, Bönning-hausen, Ober- und Niederalbaum, Flape und Berghoff; ohne Ergebnis. – Es folgt der Bericht des Gerichtsschöffen Johann Caspar Hanses aus Saalhausen über die Visitation von Saalhausen, Hundesossen, Harbecke, Werpe, Fleckenberg, Lenne, Milchenbach und auf der Stöppel; ohne Ergebnis. – Es folgt der Bericht des Gerichtsschöffen Heinrich Neuhaus über die Durchsuchung der Dörfer Welschen Ennest, Rahrbach und Kruberg; man habe nur die oben erwähnten beiden preußischen Soldaten gefunden. – Es folgt der Bericht der beiden Setzgenossen Jobst Gercken von Benolpe und Peter von dem Bredenbruch über die Visitation von Benolpe, Varste, auf der Marck und in der Heidschott. – Schließlich berichtet noch der Gerichtsschöffe Johannes Nies von Silberg über die Visitation von Sil-berg, Brachthausen, Wirme und Emblinghausen, die er gemeinsam mit dem Korporal Ampelmeyer durchgeführt hat. Sie haben lediglich den o.a. Krugkrämer aus Fredeburg aufgegriffen. - Am 13.10. berichtet der Richter Johann Wilhelm Adolf Höynck zu Bilstein an Landdrost und Räte über die durchgeführte Untersuchung. Leider konnte lediglich festgestellt werden, dass der besagte Überfall am 16. September nachts zwischen 12 und 3 Uhr im Pfarrhaus Helden stattgefunden habe, wobei der Pastor und seine begleitenden vier Mägde gefesselt, geschlagen und geknebelt wurden. Die Diebe hätten diesem lieben alten Mann dessen Bargeld abgenommen und seien daraufhin geflohen. - Am 18.10. teilt der Landschreiber J. P. Dröge aus Arnsberg dem Richter Johann Wilhelm Höynck zu Bilstein mit, dass nicht nur der Pfarrer von Helden, sondern in der gleichen Nacht auch der Kanonikus Hödersen zu Meschede überfallen und ausgeraubt wurde. Dies sei als Folge des zu wenig beachteten Edikts vom 22.01.1720 zu bewerten. In diesem Edikt habe der Kurfürst die Ergreifung und Ausweisung aller Bettler und Vagabunden verfügt, allerdings sei dies nur halbherzig umgesetzt worden. Deshalb wird nochmals die Ausführung des Befehls mit aller Härte angeordnet.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2573, Blatt 1351 ff.

11.10.1721 Verdächtiger Chirurg verhaftet

An diesem Tag lässt der Setzgenosse Peter Boge durch einige Einsassen von Helden den verdächtigen Chirurgen Johann Lampe aus Nürnberg auf die Burg Bilstein bringen. Nach Überprüfung seiner Personalien und des chirurgischen Bestecks wird festgestellt, dass der Verdacht unbegründet ist. Er wird daraufhin zunächst nach Attendorn und von dort "biß in das Brandenburgische" weggebracht. – Zwei weitere Verdächtige preußische Soldaten wurden durch den Gerichtsschöffen Johann Heinrich Neuhaus ebenfalls vorgeführt; aber auch diese wurden nach Vernehmung wieder entlassen und bis an die Landesgrenze bei Siegen gebracht. – Ein weiterer Verdächtiger, ein Krugkrämer aus der Stadt Fredeburg, wird durch den Gerichtsschöffen Johannes Nies vorgeführt, aber ebenfalls nach Überprüfung der Personalien wieder entlassen.

Einen Tag zuvor hatten sich Richter, Vorsteher, Führer und Fronen des Gerichtes Bilstein auf der Burg Bilstein über das Vor-gehen zur Ermittlung der Täter in Bezug auf den Überfall des Pfarrers von Helden beraten. Sie hatten einstimmig beschlossen, in der folgenden Nacht bei aufgehendem Mond Überprüfungen im gesamten Amt Bilstein vorzunehmen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2573, Seite 1371 ff.

12.10.1721 Der Täter ist nicht zu finden

An diesem Tag und der vorhergehenden Nacht finden im gesamten Amt Bilstein Hausdurchsuchungen statt, um den möglichen Täter ausfindig zu machen, der den Heldener Pastor überfallen hatte.

Der Gerichtsschöffe Martin Schneider von Bilstein berichtet über nächtliche Hausdurchsuchungen in Kirchveischede, Bruchhausen, Oberveischede, Schmellenberg und Apollmicke, die er mit dem Gerichtsfrohnen Lambo durchgeführt habe, allerdings ohne Ergebnis. – Gleichermaßen berichtet der Gerichtsschöffe Caspar Dietrich Becker aus Förde, der zusammen mit dem Führer die Ortschaften Förde, Dünschede, Niederhelden, Mecklinghausen, Silbecke, Finnentrop, Petmecke und Jäckelchen durchsucht habe; ebenfalls ohne Ergebnis. – Es berichtet dann Setzgenosse Jobst Krämer genannt König aus Meggen, der mit einer ausreichenden Mannschaft die Dörfer Meggen, Maumke und Bonzel durchsucht habe; ohne Ergebnis. – Dann berichtet der Gerichtsschöffe Valentin Fincke über die Visi-tation der Dörfer im Kirchspiel Oberhundem; ohne Ergebnis. – Dann berichtet der Führer des Ober-mts Bilstein Marcus Bömer über die Durchsuchung im Dorf und Kirspel Heinsberg; ohne Ergebnis. – Dann berichtet Gerichtsschöffe Peter Hoberg über die Durchsuchung der Dörfer Hofolpe, Langenei, Kickenbach und Altenhundem; ohne Ergebnis. – Dann berichtet Gerichtsschöffe Gerhard Leymann über die Durchsuchung der Dörfer Kirchhundem, Bettinghoff, Herrntrop, Würdinghausen, Bönning-hausen, Ober- und Niederalbaum, Flape und Berghoff; ohne Ergebnis. – Es folgt der Bericht des Gerichtsschöffen Johann Caspar Hanses aus Saalhausen über die Visitation von Saalhausen, Hundesossen, Harbecke, Werpe, Fleckenberg, Lenne, Milchenbach und auf der Stöppel; ohne Ergebnis. – Es folgt der Bericht des Gerichtsschöffen Heinrich Neuhaus über die Durchsuchung der Dörfer Welschen Ennest, Rahrbach und Kruberg; man habe nur die oben erwähnten beiden preußischen Soldaten gefunden. – Es folgt der Bericht der beiden Setzgenossen Jobst Gercken von Benolpe und Peter von dem Bredenbruch über die Visitation von Benolpe, Varste, auf der Marck und in der Heidschott. – Schließlich berichtet noch der Gerichtsschöffe Johannes Nies von Silberg über die Visitation von Silberg, Brachthausen, Wirme und Emblinghausen, die er gemeinsam mit dem Korporal Ampelmeyer durchgeführt hat. Sie haben lediglich den o.a. Krugkrämer aus Fredeburg aufgegriffen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2573, Seite 1351 ff.

13.10.1721 Überfall in Helden kann nicht aufgeklärt werden

Bericht des Richter Johann Wilhelm Adolf Höynck zu Bilstein an Landdrost und Räte über die durchgeführte Untersuchung. Leider konnte lediglich festgestellt werden, dass der besagte Überfall am 16. September nachts zwischen 12 und 3 Uhr im Pfarrhaus Helden stattgefunden habe, wobei der Pastor und seine begleitenden vier Mägde gefesselt, geschlagen und geknebelt wurden. Die Diebe hätten „diesem lieben alten Mann“ dessen Bargeld abgenommen und seien daraufhin geflohen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2573, Seite 1351 ff.

13.10.1721 Schieferarbeiten auf Schnellenberg

Rechnung des Leyendeckers Johannes Jakob Wickeler aus Attendorn: "Diesen Sommer an Schieffer Arbeith langst dass alte Gebäw alles new gemacht." Wickeler arbeitet daran 43 Tage, dabei helfen ihm Johannes Miermann, Hermann Rüsche und Hermann Schalten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

18.10.1721 Nächtliche Überfälle häufen sich

Landschreiber J. P. Dröge aus Arnsberg teilt dem Richter Johann Wilhelm Höynck zu Bilstein mit, dass nicht nur der Pfarrer von Helden, sondern in der gleichen Nacht auch der Kanonikus Hödersen zu Meschede überfallen und ausgeraubt wurde. Dies sei als Folge des zu wenig beachteten Edikts vom 22.01.1720 zu bewerten. In diesem Edikt habe der Kurfürst die Ergreifung und Ausweisung aller Bettler und Vagabunden verfügt, allerdings sei dies nur halbherzig umgesetzt worden. Deshalb wird nochmals die Ausführung des Befehls mit aller Härte angeordnet.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2573, Blatt 1347.

27.11.1721 Hofschreiner Zeppenfeld fordert seine Bezahlung

Rechnung des Hofschreiners Johann Eberhard Zeppenfeld, u.a. Aufziehen von Bildern auf Rahmen, Reparatur von Fenstern, die der Sturm zerstört hat, auf dem Tafelzimmer die Kapitälle und Türen repariert, auf dem Saal 9 Blenden vor die Fenster gemacht. Das Gebäude im obersten Platz abzubrechen und wieder neu zu fertigen = 36 Tage Arbeit für den Meister und 55 Tage Arbeit für den Gesellen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

08.01.1722 Adolfsburger Gärtner wird entlohnt

Pfarrer Johann Friedrich Gercke quittiert den Empfang des Lohnes für Meister Hermann Krampe, der 1721 auf dem oberen und unteren Garten der Adolfsburg die Allee geschoren undt Spalier geschnitten hat. Er erhält dafür 6 Rtl.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1744, Blatt 63.

19.06.1722 Böser Hagelschlag

Bericht des Gerichtsschreibers Johann Georg Vasbach über die Besichtigung der Hagelschäden in Bonzel, Meggen und Maumke. Das Unwetter war am 17.06. gegen 15.00 Uhr. Dabei wurden nicht nur die Ernte, sondern auch Gebäude erheblich beschädigt. Im einzelnen werden dann die Geschädigten mit Name und Umfang des Schadens benannt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2573, Blatt 1389.

07.07.1722 Grenzbetrug in Milstenau

Der Freiherr von Fürstenberg, der Freiherr von Hatzfeld und der Rentmeister Frieling reiten gemeinsam nach Milstenau zum Hof des Plettenberger Kolonen Teipel. Es wird festgestellt, dass Teipel eigenmächtig Grenzmarkierungen zu seinen Gunsten verschoben hat. Christian Franz Dietrich von Fürstenberg stellt dem Amtsverwalter das Protokoll über die Begehung zur Verfügung, damit rechtliche Schritte eingeleitet werden können.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4101.

31.07.1722 Zank und Hagel

Brief des Amtsverwalters Johann Eberhard Höynck an Freiherr von Fürstenberg: Dabei wird der Schwiegersohn Höyncks, Hofrat Salamon, erwähnt. Er berichtet über den Termin in Milstenau zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen Teipel und Vogt. Dabei geht es um einen Weg, den Teipel neu angelegt hatte. Andererseits geht es um die Abzäunung eines Grundstücks oben am Teufelsbruch. – Es geht auch um einen Nachlass bei der Schatzung für die Einwohner von Meggen, Maumke, Förde und Bonzel, "welche durch den Hagelschlag erbärmlichen Schaden gelitten."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 369, Blatt 37.

13.09.1722 Kunstwerke für die Mendener Kreuzkapelle

Wilhelm Braun zu Herdringen bestätigt, dass Domherr Hugo Franz von Fürstenberg zwei Nebenaltäre auf dem Kalvarienberg zu Menden in die Kreuzkapelle hat fertigen lassen und dafür 120 Rtl. an den Schreiner Johannes Brackel daselbst gezahlt hat.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 365, Blatt 173.

05.10.1722 Ewiger Gärtner in Adolfsburg

Der Gärtner des Klosters Ewig, Johann Leparius Trost, quittiert den Empfang von 6 Rtl. für das Buchsbaumpflanzen in der Allee des untersten Gartens zu Adolfsburg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1733.

07.10.1722 Schnellenberger Jagdrechte im Raum Wenden

Protokoll über die Sitzung der Vorsteher des Gerichtes Wenden im Hause des Gerichtsschöffen Johannes Koch in Wenden. Das Haus liegt mitten im Dorf Wenden, die Versammlung fand in dem Raum statt, der am nächsten bei der Feuerstelle liegt. Anwesend waren der Vorsteher der Bauerschaft Wenden Johann Heinrich Wesel, der Vorsteher der Bauerschaft Schönau Johannes Heese und der Vorsteher der Bauerschaft Hünsborn Peter Worm. Sie beklagen sich darüber, dass etliche Jäger im Auftrag des Hauses Schnellenberg in ihrem freien Jagdgebiet etliches Wild geschossen und dieses zum Haus Schnellenberg transportiert hätten. Da sie bislang in den Gerichten Olpe, Drolshagen und Wenden das Jagd- und Fischereirecht ungestört hätten ausüben können, wollen sie sich mit den jetzigen Übergriffen nicht einverstanden erklären. Grundlage für diesen Protest sei ein uraltes Jagd- und Fischereirecht in den Gerichten Olpe, Drolshagen und Wenden, „die auch sonsten von alters her die freye peterling genannt werden.“ – Es werden dann die vier Jäger, Roserus Clostermann (Jäger des Freiherrn von Fürstenberg), zwei Jäger des Freiherrn von Galen, Jäger des Freiherrn von Hatzfeld zu Schönstein befragt, wie sie dazu kämen, im Gericht Wenden zu jagen. Alle sagen aus, dass sie auf Befehl des Freiherrn von Fürstenberg dort seien. Ausgefertigt vom apostolischen und kaiserlichen Notar Heinrich Roserus Arnoldi, Organist in Wenden. – Am 17.09.1729 notiert Christian Franz Dietrich von Fürstenberg: „Ich halte davor, dass wo der Bauer jagt undt fischet, der Amtsdroste auch jagen und fischen könne, item dieweil dieße Jagt churfürstlich…“.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3165, Blatt 155ff.

17.10.1722 Gerangel um Schnellenberger Jagdrechte in Hünsborn

Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck zu Hengstebeck beauftragt den Führer Peter Zimmermann zu Hünsborn, mit denjenigen in Hengstebeck zu erscheinen, die den Aufstand gegen die fürstenbergischen Jäger verursacht haben. – Das Verhör findet am 21.10. in Hengstebeck statt; hierzu erschei-nen der Führer Peter Zimmermann, Johann Heinrich Weschebach von Möllmicke, Wilhelm Rademacher aus Wenden, Wienand Quast aus Wenden, Andorius Figener aus Wenden, Adam Adolffs aus Wenden, Rötger Vogt, Heinrich Erschleder, Johann Peter Koch, der Schöffensohn aus Elben und Heinrich Luke.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3165, Blatt 149.

26.10.1722 Streit über Adolfsburger Wald beigelegt

Vergleich zwischen Rötger Johans auf der Stöppel und Johannes Blecker daselbst. Seit Jahren hatten sie sich über die zum Hof Stöppel gehörenden Waldanteile gestritten. Da nun der Freiherr von Fürstenberg das Gut auf der Stöppel erworben hat, soll dieser Streit beigelegt werden. Deshalb be-geben sich der Amtsverwalter Höynck, der Richter Johann Wilhelm Anton Höynck aus Bilstein, der Rentmeister Johann Gottfried Reutz, der Adolfsburger Hausknecht Johannes Graes und der Adolfsburger Jäger Johann Eberhard Rinscheid zum Gut au der Stöppel, um die Wälder zu besichtigen und dann einen Vergleich zu schließen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3622/1.,

18.11.1722 Marienverehrung in Attendorn

Am Ende eines Briefes des Vikars Stephan Dingerkus zu Schnellenberg an den Freiherrn von Fürstenberg ist ein Vermerk der Mutter von Fürstenbergs, Maria Theresia von Fürstenberg geb. von Westphalen, erhalten, in dem sie ihren Sohn daran erinnert, er [der Sohn] möge an die heilige Mutter Gottes von Attendorn denken.

Hierbei handelt es sich um einen sehr frühen Beleg für Marienverehrung in Attendorn. Möglicherweise ist mit der heiligen Mutter Gottes von Attendorn das Gnadenbild in der Waldenburger Kapelle gemeint, die zum damaligen Zeitpunkt gerade erst erbaut worden war. Vielleicht handelt es sich aber auch um das Gnadenbild in der Hospitalkirche, Damals befand sich dort die Pietá, die heute in der Pfarrkirche verehrt wird.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 369, Blatt 145.

02.12.1722 Abrechnung des Leyendeckers

Rechnung des Leyendeckers Johann Jakob Wickeler aus Attendorn über die im Jahre 1722 durchgeführten Arbeiten auf Schloß Schnellenberg. Unter anderem wurden Reparaturen am Dach der Waldenburger Kapelle und am Schafstall ausgeführt. Zwei Schornsteine wurden mit Kalk eingeschmiert. – Die Rechnung wurde von Rentmeister Freyling bezahlt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1726.

16.12.1722 Reliquienfund auf Schnellenberg

Brief des Vikars Stephan Dingerkus zu Schnellenberg an den Freiherrn von Fürstenberg mit einem Bericht über die Öffnung der Reliquienbehälter, die im Turm bei der Schnellenberger Küche gelagert werden. Dazu wurde ein Schlüssel von Wilhelm von Fürstenberg benutzt, der versiegelt war. Es wurden, in Wolltuch eingewickelt, etliche Reliquien gefunden, die aber nicht verzeichnet wurden, weil sie sonst durcheinander geraten wären; man will damit warten, bis der Baron zurück ist. - In einem Begleitbrief teilt Maria Theresia von Fürstenberg geb. von Westphalen ihrem Sohn Christian Franz Theodor von Fürstenberg mit, dass man zur Fertigung einer Reliquienliste mindestens drei Tage brauche; deshalb habe man die Kiste wieder verschlossen. Allerdings habe sie ein Kreuzchen aus Silber und einen Rosenkranz entnommen, um diese Dinge der Frau von Galen zu schenken.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 369, Blatt 183.

17.12.1722 Fromme Geschenke für die Frau von Galen

Maria Theresia von Fürstenberg geb. von Westphalen schreibt an ihren Sohn Christian Franz Theodor von Fürstenberg, dass man zum Fertigen einer Reliquienliste mindestens drei Tage brauche; deshalb habe man die Kiste wieder verschlossen. Allerdings habe sie ein Kreuzchen aus Silber und einen Rosenkranz entnommen, um diese Dinge der Frau von Galen zu schenken.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 369, Blatt 182.

02.01.1723 Der Name Sauerland

Heinrich Freiherr von Heuel, Reichshofrat zu Wien, gratuliert zur Eheschließung Christian Franz Dietrichs von Fürstenberg. Er führt weiter aus, dass er in alten Reichsakten einen Brief des kaiserlichen Hofrichters, Graf von Montfort, gefunden habe. Dieser habe an jemanden eine Citation ins Sauerland abgehen lassen und dabei statt Sauerland Süderland geschrieben.
Rückvermerk des Freiherrn von Fürstenberg: "Reichshoffrhat H. v. Heuel docirt auß dem reichs archiv das wort suderland."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 371, Blatt 5.

Seite: << | < | 1 ... 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63... 188 | > | >>