Historisches Tagebuch
Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.
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Es wurden 4678 Einträge gefunden10.01.1720 Brieftauben auf Schnellenberg?
In der Reparaturrechnung des Glasmachers Johannes Nagel wird die Vogelkammer an der Pforte und die kleine Vogelkammer oberhalb der Pforte auf Burg Schnellenberg genannt. Möglicherweise handelt es sich hier um die Bezeichnungen für die auf der Burg Schnellenberg vorhandenen Brieftaubenverschläge.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.
04.02.1720 Die Angestellten der Burg Schnellenberg
Verzeichnis der Bedienten des Kaiserlich-freiadeligen Hauses Schnellenberg
Rentmeister ist Johann Gerhard Frieling bei einem Jahresgehalt von 40 Rtl.
Jäger Jakob Schotte, gebürtig aus der Grafschaft Waldeck, gegen 35 Jahre alt, sei ungefähr vor 11 Jahren um den Maitag zum Schnellenberg gekommen und hätte bislang pro Jahr 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe oder 2 Rtl. bekommen. Außerdem habe er einen Rock, eine Hose, 1 Paar Strümpfe und einen Hut erhalten. Jäger Johann Eberhard Bock, gebürtig aus Hammelburg, ist abwesend, da er vor einigen Tagen aus dem Dienst getreten ist. Sein Vorgänger, der verstorbene Johannes Happe, habe 8 Rtl. Jahresgehalt und 3 Paar Schuhe oder 3 Rtl. erhalten. Schuster Arnold Bremer, gebürtig von Menden, etwa 45 Jahre alt, er habe seit 8 Jahren auf dem Schnellenberg gedient, vorher war er in Herdringen. Er habe ein Jahresgehalt von 20 Rtl. und 2 Paar Schuhe erhalten. Schmied Franz Beste, gebürtig aus Neheim, etwa 31 Jahre alt, seit Ostern 1717 im Dienst, habe ein Jahresgehalt von 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe bekommen. Der Bauknecht Hans Heinrich Bockhoff, gebürtig aus dem Kirchspiel Werdohl, etwa 45 Jahre alt, seit etwa 11 Jahren im Dienst, bekomme ein Jahresgehalt von 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Ackerknecht Jobst Frölig aus Sange, etwa 50 Jahre alt, diene seit mehr als 26 Jahren, sein Jahresgehalt betrage 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Ackernecht Johann Peter Wehrt aus Heggen, etwa 42 Jahre alt, seit etwa 25 Jahren im Dienst, Jahresgehalt 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Ackerknecht Johann Pliester aus Heggen, etwa 30 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst, der Jahreslohn wird nicht angegeben. Ackerknecht Johannes Hartnacke von Drolshagen, etwa 26 Jahre alt, seit Michaelis 1718 im Dienst bei einem Jahresgehalt von 10 Rtl. und 2 Paar Schuhen.- Schäfer Gerd Grieße aus Stockum, etwa 50 Jahre alt, seit etwa 7 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 15 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Schweinehirt Peter Gässer, geboren in Dünschede, etwa 40 Jahre alt, seit etwa 5 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 8 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Johann Bigger, geboren auf Biggermanns Hof im Kirchspiel Attendorn, etwa 60 Jahre alt, seit etwa 14 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 6 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die genaue Tätigkeit wird nicht angegeben . Eberhard Bornemann aus Wenholthausen gebürtig, etwa 55 Jahre alt, ist seit etwa 33 Jahren im Dienst, zunächst als Schäfer. Seit dem Zeitpunkt seiner Lähmung war er als Pförtner eingesetzt. Er habe kein festes Gehalt bezogen. Da er aber so lange treu gedient habe, so hoffe er zukünftig auf ein Pförtnergehalt in Höhe von 8 Rtl. jährlich. Pförtner Johannes berg aus Rehringhausen, Pfarrei Drolshagen, etwa 40 Jahre alt, seit Pfingsten 1718 im Dienst bei einem Jahresgehalt von 6 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Da er zur Zeit des Todes des Freiherrn Ferdinand nicht im Deinst gewesen sei, so wolle er sein Legat von 8 Rtl. seinem Vorgänger Peter, der wegen eines unwürdigen Vorkommnisses fortgejagt worden sei, zukommen lassen. Der Inspektor auf der Waldenburg, Johannes Kraushaar, der aber abwesend ist. Er sei vor etwa 6 Jahren angestellt worden und erhalte jährlich 2 Scheffel Roggen, das Recht, 2 Kühe weiden zu lassen, ein kleines Wieseken als Hanfland, zwei kleine Länder an der Bergstätte, außerdem die freie Wohnung mit Zubehör in summa 10 Rtl. Der Inspektor zur Hengstebeck Nielings ist ebenfalls abwesend; stattdessen gab Rentmeister Frieling an, dass er vor etwa 7 Jahren zur Hengstebeck gekommen sei. Neben der Benutzung eines Feldes und einer kleinen Wiese habe er das Recht, 2 Kühe weiden zu lassen und freie Wohnung = in summa 12 Rtl. Der Jäger Stoffel auf der Heidschott ist ebenfalls abwesend. Neben dem Schussgeld erhalte er monatlich 1 Florin Warthgeld. Die Haushälterin Elisabeth Groß ist abwesend, da sie vor wenigen Tagen aus dem Dienst getreten war. Sie habe jährlich 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe bekommen. Die Ziermagd Anna Maria Hartmann von Obereimer sei vor etwa 3 Jahren in den Dienst getreten bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl: und 2 Paar Schuhen. Zum Zeitpunkt des Todes von Freiherr Ferdinand sei Maria Katharina becker von Eslohe Ziermagd gewesen. Die Küchenmagd Elisabeth Bücking von Oberelspe, etwa 31 Jahre alt, habe zunächst zwei Jahre als Spinnemagd gedient und sei dann Küchenmagd geworden bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Spinnemagd Triene Schreyer aus Hagen gebürtig, etwa 50 Jahre alt, seit etwa 8 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Spinnemagd Anna Katharina Bensberg ist krank und lässt ausrichten, dass sie als Küchenmagd mit einem Jahresgehalt von 6 Rtl. incl. Schuhe begonnen habe. Nun erhalte sie 4 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Die Spnnemagd Anna Elsken Schulte aus Silbecke gebürtig, etwa 50 Jahre alt, sei seit geraumen Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Viehmagd Margaretha Hoffnagel von Ennest gebürtig, etwa 50 Jahre alt, sei fünf Wochen vor Maitag 1718 in den Dienst getreten, habe zunächst das Vieh geweidet, sei nun Viehmagd bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Meyersche Anna Beckers von Hagen gebürtig, etwa 50 Jahre alt, sei seit etwa 6 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Spinnemagd Trine Schulte aus Vißbecke, Kirchspiel Hellefeld, hat vorher in Herdringen gedient und ist es einige Wochen auf Schnellenberg. Die Stelle der Kuhhirtin ist vakant, da die Stelleninhaberin Viehmagd geworden ist.
Rentmeister ist Johann Gerhard Frieling bei einem Jahresgehalt von 40 Rtl.
Jäger Jakob Schotte, gebürtig aus der Grafschaft Waldeck, gegen 35 Jahre alt, sei ungefähr vor 11 Jahren um den Maitag zum Schnellenberg gekommen und hätte bislang pro Jahr 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe oder 2 Rtl. bekommen. Außerdem habe er einen Rock, eine Hose, 1 Paar Strümpfe und einen Hut erhalten. Jäger Johann Eberhard Bock, gebürtig aus Hammelburg, ist abwesend, da er vor einigen Tagen aus dem Dienst getreten ist. Sein Vorgänger, der verstorbene Johannes Happe, habe 8 Rtl. Jahresgehalt und 3 Paar Schuhe oder 3 Rtl. erhalten. Schuster Arnold Bremer, gebürtig von Menden, etwa 45 Jahre alt, er habe seit 8 Jahren auf dem Schnellenberg gedient, vorher war er in Herdringen. Er habe ein Jahresgehalt von 20 Rtl. und 2 Paar Schuhe erhalten. Schmied Franz Beste, gebürtig aus Neheim, etwa 31 Jahre alt, seit Ostern 1717 im Dienst, habe ein Jahresgehalt von 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe bekommen. Der Bauknecht Hans Heinrich Bockhoff, gebürtig aus dem Kirchspiel Werdohl, etwa 45 Jahre alt, seit etwa 11 Jahren im Dienst, bekomme ein Jahresgehalt von 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Ackerknecht Jobst Frölig aus Sange, etwa 50 Jahre alt, diene seit mehr als 26 Jahren, sein Jahresgehalt betrage 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Ackernecht Johann Peter Wehrt aus Heggen, etwa 42 Jahre alt, seit etwa 25 Jahren im Dienst, Jahresgehalt 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Ackerknecht Johann Pliester aus Heggen, etwa 30 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst, der Jahreslohn wird nicht angegeben. Ackerknecht Johannes Hartnacke von Drolshagen, etwa 26 Jahre alt, seit Michaelis 1718 im Dienst bei einem Jahresgehalt von 10 Rtl. und 2 Paar Schuhen.- Schäfer Gerd Grieße aus Stockum, etwa 50 Jahre alt, seit etwa 7 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 15 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Schweinehirt Peter Gässer, geboren in Dünschede, etwa 40 Jahre alt, seit etwa 5 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 8 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Johann Bigger, geboren auf Biggermanns Hof im Kirchspiel Attendorn, etwa 60 Jahre alt, seit etwa 14 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 6 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die genaue Tätigkeit wird nicht angegeben . Eberhard Bornemann aus Wenholthausen gebürtig, etwa 55 Jahre alt, ist seit etwa 33 Jahren im Dienst, zunächst als Schäfer. Seit dem Zeitpunkt seiner Lähmung war er als Pförtner eingesetzt. Er habe kein festes Gehalt bezogen. Da er aber so lange treu gedient habe, so hoffe er zukünftig auf ein Pförtnergehalt in Höhe von 8 Rtl. jährlich. Pförtner Johannes berg aus Rehringhausen, Pfarrei Drolshagen, etwa 40 Jahre alt, seit Pfingsten 1718 im Dienst bei einem Jahresgehalt von 6 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Da er zur Zeit des Todes des Freiherrn Ferdinand nicht im Deinst gewesen sei, so wolle er sein Legat von 8 Rtl. seinem Vorgänger Peter, der wegen eines unwürdigen Vorkommnisses fortgejagt worden sei, zukommen lassen. Der Inspektor auf der Waldenburg, Johannes Kraushaar, der aber abwesend ist. Er sei vor etwa 6 Jahren angestellt worden und erhalte jährlich 2 Scheffel Roggen, das Recht, 2 Kühe weiden zu lassen, ein kleines Wieseken als Hanfland, zwei kleine Länder an der Bergstätte, außerdem die freie Wohnung mit Zubehör in summa 10 Rtl. Der Inspektor zur Hengstebeck Nielings ist ebenfalls abwesend; stattdessen gab Rentmeister Frieling an, dass er vor etwa 7 Jahren zur Hengstebeck gekommen sei. Neben der Benutzung eines Feldes und einer kleinen Wiese habe er das Recht, 2 Kühe weiden zu lassen und freie Wohnung = in summa 12 Rtl. Der Jäger Stoffel auf der Heidschott ist ebenfalls abwesend. Neben dem Schussgeld erhalte er monatlich 1 Florin Warthgeld. Die Haushälterin Elisabeth Groß ist abwesend, da sie vor wenigen Tagen aus dem Dienst getreten war. Sie habe jährlich 10 Rtl. und 2 Paar Schuhe bekommen. Die Ziermagd Anna Maria Hartmann von Obereimer sei vor etwa 3 Jahren in den Dienst getreten bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl: und 2 Paar Schuhen. Zum Zeitpunkt des Todes von Freiherr Ferdinand sei Maria Katharina becker von Eslohe Ziermagd gewesen. Die Küchenmagd Elisabeth Bücking von Oberelspe, etwa 31 Jahre alt, habe zunächst zwei Jahre als Spinnemagd gedient und sei dann Küchenmagd geworden bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Spinnemagd Triene Schreyer aus Hagen gebürtig, etwa 50 Jahre alt, seit etwa 8 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Spinnemagd Anna Katharina Bensberg ist krank und lässt ausrichten, dass sie als Küchenmagd mit einem Jahresgehalt von 6 Rtl. incl. Schuhe begonnen habe. Nun erhalte sie 4 Rtl. und 2 Paar Schuhe. Die Spnnemagd Anna Elsken Schulte aus Silbecke gebürtig, etwa 50 Jahre alt, sei seit geraumen Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Viehmagd Margaretha Hoffnagel von Ennest gebürtig, etwa 50 Jahre alt, sei fünf Wochen vor Maitag 1718 in den Dienst getreten, habe zunächst das Vieh geweidet, sei nun Viehmagd bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Meyersche Anna Beckers von Hagen gebürtig, etwa 50 Jahre alt, sei seit etwa 6 Jahren im Dienst bei einem Jahresgehalt von 4 Rtl. und 2 Paar Schuhen. Die Spinnemagd Trine Schulte aus Vißbecke, Kirchspiel Hellefeld, hat vorher in Herdringen gedient und ist es einige Wochen auf Schnellenberg. Die Stelle der Kuhhirtin ist vakant, da die Stelleninhaberin Viehmagd geworden ist.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 953, Blatt 249 ff.
05.02.1720 Die Angestellten der Adolfsburg
Verzeichnis der Bediensteten auf der Adolfsburg, aufgestellt im Beisein des Rezeptors Reutz und des Ökonomen Planckermann.
Jäger zu Oberhundem, Markus Bömer genannt Rinschede, aus Hespecke gebürtig, etwa 80 Jahre alt, seit 40 Jahren im Dienst. Jäger zu Fleckenberg Gaudenz Baronowsky, aus Hessberg gebürtig, 48 Jahre alt, seit 1703 im Dienst. Jäger zu Saalhausen Wilhelm Schmidt, von Mühlheim gebürtig, etwa 44 Jahre alt, vor etwa 22 Jahren in den Dienst getreten. Jäger Hermann zu Oberkirchen. Jäger auf der Adolfsburg, Arnold Laeß aus Kulte in der Grafschaft Waldeck, etwa 37 Jahre alt, seit 11 Jahren im Dienst. Jäger auf der Adolfsburg, Johann Eberhard Böhmer genannt Rinschede aus Oberhundem, 36 Jahre alt, seit 15 Jahren im Dienst. Schmied Johannes Luste aus Herdringen, 24 Jahre alt, seit Michaelis 1717 im Dienst. Bäcker Johannes Graeß aus Hüsten, 33 Jahre alt, um Martini vor 8 Jah-ren im Dienst. Gärtner Hermann Krampe aus Paderborn, etwa 47 Jahre alt, seit 12 Jahren im Dienst. Der Inspektor in der Fredeburgischen Jagd, Richter J.H. Fabri zu Fredeburg, seit einigen Jahren im Amt. Der 1. Baumeister Johannes Hußmann von Seitfeld, etwa 35 Jahre alt, vor 5 Jahren in den Dienst getreten. Der 2. Baumeister Johann Bernd Schickhoff aus Büderich bei Körbecke, etwa 30 Jahre alt, seit 6 Jahren im Dienst. Ackerknecht Dierich Wille aus Hüsten, etwa 33 Jahre alt, seit 4 Jahren im Dienst. Ackerknecht Jobst Thönismann aus Nierenhenneborn, 23 Jahre alt, seit Martini 1719 im Dienst. Ackerknecht Johannes Kleffs aus Oberhundem, 24 Jahre alt, seit Maitag 1719 im Dienst. Ackerknecht Ferdinand Wille aus Hüsten, 23 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Pförtner Thönis Klug aus Landemert im Kirchspiel Plettenberg, 58 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Rinderhirt Peter Obermann aus Oberhundem, 24 Jahre alt, seit 3 Jahren im Dienst. Schweinehirt Johannes Klewest aus Oberhundem, 56 Jahre alt, seit 30 Jahren im Dienst. Habe seit Jahren die Rinder gehütet; seit seinem Schlaganfall könne er aber die Rinder nicht mehr in die Rüspe verfolgen, deshalb sei er jetzt Schweinehirt. Zehntsammler Johann Adolph Höynck. Haushälterin Anna Maria Planckermanns aus Horneberg, 28 Jahre alt, seit Johannestag vor 6 Jahren im Dienst. Anna Margaretha Lauretia Sasse aus Varnholt, 40 Jahre alt, habe zunächst auf Schnellenberg ge-dient, dann seit etwa 5 Jahren in Adolfsburg. Küchenmagd Elisabeth Klaucke aus Hüsten, etwa 19 Jahre alt, seit Pfingsten 1718 im Dienst. Vorgängerin sei Anna Christine gewesen, die nun in Herdrin-gen sei. Zur gleichen Zeit sei Elisabeth Zeppenfeld als Klüppelmagd im Dienst gewesen. Das rückständige Salär wird an ihren Bruder Meister J. E. Zeppenfeld gezahlt. Maria Adolphine Klaucke aus Herdringen. Spinnemagd Katharina Krampe aus Meschede, etwa 40 Jahre alt, seit Jakobi 1718 im Dienst. Spinnemagd Anna Maria Rademacher aus Attendorn, 24 Jahre alt, seit Josef 1719 im Dienst. Die Meyersche Anna Margaretha Meiners vom Erlshoffe im Kirchspiel Oberhundem, etwa 53 Jahre alt, seit Martini 1714 im Dienst. Die Viehmagd Anna Eva Winckel aus Attendorn, etwa 28 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Die Kuhhüterin Margaretha aus Saalhausen, etwa 20 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Kälbermagd Elisabeth aus Herdringen, 18 Jahre alt, seit Pfingsten 1718 im Dienst.
Jäger zu Oberhundem, Markus Bömer genannt Rinschede, aus Hespecke gebürtig, etwa 80 Jahre alt, seit 40 Jahren im Dienst. Jäger zu Fleckenberg Gaudenz Baronowsky, aus Hessberg gebürtig, 48 Jahre alt, seit 1703 im Dienst. Jäger zu Saalhausen Wilhelm Schmidt, von Mühlheim gebürtig, etwa 44 Jahre alt, vor etwa 22 Jahren in den Dienst getreten. Jäger Hermann zu Oberkirchen. Jäger auf der Adolfsburg, Arnold Laeß aus Kulte in der Grafschaft Waldeck, etwa 37 Jahre alt, seit 11 Jahren im Dienst. Jäger auf der Adolfsburg, Johann Eberhard Böhmer genannt Rinschede aus Oberhundem, 36 Jahre alt, seit 15 Jahren im Dienst. Schmied Johannes Luste aus Herdringen, 24 Jahre alt, seit Michaelis 1717 im Dienst. Bäcker Johannes Graeß aus Hüsten, 33 Jahre alt, um Martini vor 8 Jah-ren im Dienst. Gärtner Hermann Krampe aus Paderborn, etwa 47 Jahre alt, seit 12 Jahren im Dienst. Der Inspektor in der Fredeburgischen Jagd, Richter J.H. Fabri zu Fredeburg, seit einigen Jahren im Amt. Der 1. Baumeister Johannes Hußmann von Seitfeld, etwa 35 Jahre alt, vor 5 Jahren in den Dienst getreten. Der 2. Baumeister Johann Bernd Schickhoff aus Büderich bei Körbecke, etwa 30 Jahre alt, seit 6 Jahren im Dienst. Ackerknecht Dierich Wille aus Hüsten, etwa 33 Jahre alt, seit 4 Jahren im Dienst. Ackerknecht Jobst Thönismann aus Nierenhenneborn, 23 Jahre alt, seit Martini 1719 im Dienst. Ackerknecht Johannes Kleffs aus Oberhundem, 24 Jahre alt, seit Maitag 1719 im Dienst. Ackerknecht Ferdinand Wille aus Hüsten, 23 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Pförtner Thönis Klug aus Landemert im Kirchspiel Plettenberg, 58 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Rinderhirt Peter Obermann aus Oberhundem, 24 Jahre alt, seit 3 Jahren im Dienst. Schweinehirt Johannes Klewest aus Oberhundem, 56 Jahre alt, seit 30 Jahren im Dienst. Habe seit Jahren die Rinder gehütet; seit seinem Schlaganfall könne er aber die Rinder nicht mehr in die Rüspe verfolgen, deshalb sei er jetzt Schweinehirt. Zehntsammler Johann Adolph Höynck. Haushälterin Anna Maria Planckermanns aus Horneberg, 28 Jahre alt, seit Johannestag vor 6 Jahren im Dienst. Anna Margaretha Lauretia Sasse aus Varnholt, 40 Jahre alt, habe zunächst auf Schnellenberg ge-dient, dann seit etwa 5 Jahren in Adolfsburg. Küchenmagd Elisabeth Klaucke aus Hüsten, etwa 19 Jahre alt, seit Pfingsten 1718 im Dienst. Vorgängerin sei Anna Christine gewesen, die nun in Herdrin-gen sei. Zur gleichen Zeit sei Elisabeth Zeppenfeld als Klüppelmagd im Dienst gewesen. Das rückständige Salär wird an ihren Bruder Meister J. E. Zeppenfeld gezahlt. Maria Adolphine Klaucke aus Herdringen. Spinnemagd Katharina Krampe aus Meschede, etwa 40 Jahre alt, seit Jakobi 1718 im Dienst. Spinnemagd Anna Maria Rademacher aus Attendorn, 24 Jahre alt, seit Josef 1719 im Dienst. Die Meyersche Anna Margaretha Meiners vom Erlshoffe im Kirchspiel Oberhundem, etwa 53 Jahre alt, seit Martini 1714 im Dienst. Die Viehmagd Anna Eva Winckel aus Attendorn, etwa 28 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Die Kuhhüterin Margaretha aus Saalhausen, etwa 20 Jahre alt, seit Martini 1718 im Dienst. Kälbermagd Elisabeth aus Herdringen, 18 Jahre alt, seit Pfingsten 1718 im Dienst.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 953, Blatt 339 ff.
08.02.1720 Die Situation des Eckeren Hofes in Milstenau
Protokoll über die Vernehmung des Jakob Gante genannt Eckeren zur Situation des Eckeren Hofes, ausgefertigt von den Gerichtsschöffen Ferdinand Dingerkus und Anton Teipel aus Milstenau. Jakob Gante sagt aus, dass der Jobst Eckeren auf dem Hof geboren und über 80 Jahre alt gewesen sei. Früher habe das Dockenholz gemeinschaftlich zu den drei Höfen Vogt, Henrich und Eckeren in Milstenau gehört.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4101.
13.03.1720 Wem stehen die Brüchtengelder zu?
Die Stadt Attendorn teilt mit, dass von allen Brüchten 2/3 der Stadt und 1/3 dem Kurfürsten zustehen gemäß Rezess vom Jahre 1600. Die bei allen Freikirmessen anfallenden Brüchten stehen der Stadt allein zu abzüglich 10 Pfennigen von jeder Strafe "ut conservation der stadtmauer." Es ist aber lange nicht mehr eingenommen worden, deshalb könne auch kein Abrechnungsprotokoll vorgelegt werden.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 778.
18.03.1720 Kloster Ewig möchte weiteres Sponsoring
Brief des Priors von Ewig, Gaudenz Möller, an den Herrn Vetter [Höynck?]: Das Kloster [Ewig] habe in der Vergangenheit zahlreiche Wohltaten durch die Familie von Fürstenberg empfangen; damit dies nun auch in Zukunft möglich sei, müsse man sich über die "limiten" der Güter in Waldenburg, Ackerschott, Listernohl und Langenohl verständigen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 778.
28.03.1720 Steuerstreit mit Kloster Ewig
Bürgermeister Christoph Greve, Attendorn, schreibt dem Freiherrn von Fürstenberg und nimmt Bezug auf das Schreiben vom 13.3.; er wiederholt den Inhalt, wonach von allen Brüchten [Strafgeldern] 2/3 der Stadt und 1/3 dem Kurfürsten zustehen gemäß Rezess vom Jahre 1600. Die bei allen Kirmesveranstaltungen anfallenden Brüchten stehen der Stadt allein zu abzüglich 10 Pfennig von jeder Strafe, die zur Erhaltung der Stadtmauer bestimmt sind. Man habe hierzu aus der Zeit Friedrichs von Fürstenberg vor etwa 70 und mehr Jahren [= vor 1650] alte Brüchtenregister herangezogen [= Stadtarchiv Attendorn !].
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 778.
12.06.1720 Schmiederechnung für Burg Schnellenberg
Quittung des Schmieds Peter Höffer über den Empfang von 1 Reichstaler und 51 Stüber für die Anfertigung von "6 durchlöcherten Sieben zum Gebrauch des Wassers und 1 Eisenplatte auf das Dach".
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 6818.
13.06.1720 Mühle verfällt !
Brief des Amtsverwalters Johann Eberhard Höynck zu Bilstein über die Streitigkeiten zwischen den Waldenburger Kolonen und den Kolonen des Klosters Ewig: Ackerschott, Langenohl und Imminghaus. So müsse die uralte Mühle in Langenohl dringend repariert werden, da sie aufgrund ihres Alters völlig verkommen sei.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 364.
26.06.1720 Krusen Gut zu Förde erhält neuen Pächter
Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck stellt fest, dass er vom Freiherrn von Fürstenberg vor einiger Zeit beauftragt worden sei, den Pächter Eberhard Kruse zu Förde durch einen zuverlässigeren Nachfolger zu ersetzen. Deshalb sei nun als neuer Pächter Jobst Specht aus Oberelspe in den Besitz des Krusengutes zu Förde eingesetzt worden. Dabei habe der Gerichtsschöffe Martin Schneider der Frau des abwesenden Eberhard Kruse deutlich gemacht, dass sie sich um eine andere Unterkunft zu bemühen habe.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3471.
27.06.1720 170 Krüge Selterwasser
Fuhrmann Jost Wittemundt hat 170 Krüge Selterwasser zur Adolfsburg transportiert und erhält dafür 10 Rtl.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1743.
26.08.1720 Straßenbau zu teuer
Johann Eberhard Höynck zu Bilstein teilt dem Freiherrn von Fürstenberg mit, der Gograf von Attendorn habe erklärt, dass die derzeitige Reparatur der Wege innerhalb des Gogerichtes derartig hohe Kosten verursache, dass die Finanzierung nur durch eine außerordentliche Schatzung sichergestellt werden könne.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 364.
27.09.1720 Ziegenzucht verboten
Der Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck beklagt sich über die Interpretation des Ziegenhaltungsverbotes durch den Attendorner Gografen Biggeleben, der offensichtlich grundsätzlich die Abschaffung der Ziegen verordnet hat und so der armen Bevölkerung die Nahrung entzieht. Höynck bezeichnet die Handlungsweise Biggelebens als "commödie".
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 364.
08.11.1720 Personalangelegenheiten
Der Elemosinario und Vikar zu Schnellenberg und Soest, Wilhelm Braun, erhält ein Legat von 120 Rtl., der Vikar zu Bremen und Ökonom zu Herdringen, Adrian Braun, erhält 110 Rtl., der Vikar zu Adolfsburg und Hofmeister beider Jungen, Anton Vogt, erhält 95 Rtl., der Vikar und Ökonom zu Schnellenberg, Bernhard König, erhält 70 Rtl.
Bei der Abrechnung mit den Herdringer Bediensteten werden aus dem heimischen Raum erwähnt:
Der Pfeifer Heinrich Dobbener, gebürtig aus Würdinghausen, etwa 49 Jahre alt, der seit 1700 im Dienst steht. Vorreiter Kaspar Gante aus Heggen, 27 Jahre alt, sei etwa seit dem 15. Juni 1718 im Dienst. Er wird in den Dienst von Christian Franz von F. übernommen, ihm wird aber ans Herz gelegt, seine bäuerlichen Manieren abzulegen und nicht so herumzurufen, wie es die Fuhrleute tun. Reitknecht Ferdinand Teipel von Milstenau, etwa 20 Jahre alt, steht seit Oktober 1719 im Dienst. Auch er wird übernommen, soll sich aber bei Tisch zurückhalten und sich vom Saufen und von Frauleuten fernhalten. Schmied Peter Bruse aus Attendorn, 27 Jahre alt. Kein Übernahmevermerk, die noch ausstehenden Löhne sollen ihm ausgezahlt werden.
Bei der Abrechnung mit den Herdringer Bediensteten werden aus dem heimischen Raum erwähnt:
Der Pfeifer Heinrich Dobbener, gebürtig aus Würdinghausen, etwa 49 Jahre alt, der seit 1700 im Dienst steht. Vorreiter Kaspar Gante aus Heggen, 27 Jahre alt, sei etwa seit dem 15. Juni 1718 im Dienst. Er wird in den Dienst von Christian Franz von F. übernommen, ihm wird aber ans Herz gelegt, seine bäuerlichen Manieren abzulegen und nicht so herumzurufen, wie es die Fuhrleute tun. Reitknecht Ferdinand Teipel von Milstenau, etwa 20 Jahre alt, steht seit Oktober 1719 im Dienst. Auch er wird übernommen, soll sich aber bei Tisch zurückhalten und sich vom Saufen und von Frauleuten fernhalten. Schmied Peter Bruse aus Attendorn, 27 Jahre alt. Kein Übernahmevermerk, die noch ausstehenden Löhne sollen ihm ausgezahlt werden.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 953, Blatt 5.
16.11.1720 Inventur auf Schnellenberg
Zinn- und Kücheninventar der Burg Schnellenberg:
An Zinnenwerck in allem
4 Dutzet Teller undt 6 große Schüsselen, 3 kleine Schüsselen, 12
Cardinalen, 10 Reiseschüsseln, Tellers 20 Stück, Leuchter 12, Handleuchter 2, Liechtputzen 11, Bettepotte 17, Lavors 4, Zinnen Kessels 18, einen Becher, Streicheeysen 5 und ein Bolten Eysen,
Nachtstühle 6.
Küchengeschirr: Tarten mit Deckeln 2, Pasteten Pängens 21, Eyer-, Keßefäßgen 4, kupferne Kessels 8, Bradtpfann 3, Bradtspieß 4, Rösteren 3, Kuchenpfaan 2, Triefuße 9, Deckels 8, Schaumlöffel 3, andere Löffels 4, Feyerstupgens 4, ein ist allzeit im Cabinet, Cavepotte 3, Keßels da man Waßer zum The einkochet 3, ein große undt ein kleine Leuchte, Zinnen Lefels 9, Eisenpotte in allem groß und klein 20, Lampen 7, Castrolen 10, Zinnen Krüge 4, Zinnen Wasserpott 1, Zinnen Trak oder Teeh pott 1, 1 großer kupferner Mörser mit dem Stösser.
An Zinnenwerck in allem
4 Dutzet Teller undt 6 große Schüsselen, 3 kleine Schüsselen, 12
Cardinalen, 10 Reiseschüsseln, Tellers 20 Stück, Leuchter 12, Handleuchter 2, Liechtputzen 11, Bettepotte 17, Lavors 4, Zinnen Kessels 18, einen Becher, Streicheeysen 5 und ein Bolten Eysen,
Nachtstühle 6.
Küchengeschirr: Tarten mit Deckeln 2, Pasteten Pängens 21, Eyer-, Keßefäßgen 4, kupferne Kessels 8, Bradtpfann 3, Bradtspieß 4, Rösteren 3, Kuchenpfaan 2, Triefuße 9, Deckels 8, Schaumlöffel 3, andere Löffels 4, Feyerstupgens 4, ein ist allzeit im Cabinet, Cavepotte 3, Keßels da man Waßer zum The einkochet 3, ein große undt ein kleine Leuchte, Zinnen Lefels 9, Eisenpotte in allem groß und klein 20, Lampen 7, Castrolen 10, Zinnen Krüge 4, Zinnen Wasserpott 1, Zinnen Trak oder Teeh pott 1, 1 großer kupferner Mörser mit dem Stösser.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1069, Seite 115.
26.11.1720 Ermahnung der Selbecker Bauern
Auf Befehl des Kurfürsten begibt sich der Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck von Bilstein nach Selbecke und teilt den dortigen Einwohnern mit, dass sie nicht nur verpflichtet seien, den Zehnten aus ihren Gütern an den Herrn von Bruch zum Bruch zu liefern, sondern, wie dies auch schon 1579 festgestellt wurde, auch aus den Baum- und Kälberhöfen, aus den Gärten und Hanfländern und auch den Blutzehnten von Kälbern und Lämmern abzugeben hätten.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3705.
22.12.1720 Jagderlaubnis für Rentmeister erteilt
Christian Franz Dietrich von Fürstenberg stellt fest, dass der Adolfsburger Rentmeister Johann Gottfried Reutz auch weiterhin die Interimsrezeptur verwalten soll und dafür berechtigt ist, mit einem Hund Hasen zu jagen, diese aber nicht in Sichtweise der Adolfsburg zu schießen. Auch darf er mit den Jägern pirschen, man darf ihm das ein oder andere Stück Wild übergeben; außerdem erhält er einen Lohn von jährlich 20 Rtl.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1739, Blatt 25.
24.12.1720 Adolfsburg an Johann Gottfried Reutz verpachtet
Pachtvertrag zwischen Christian Franz Dietrich von Fürstenberg und Johann Gottfried Reutz, mit dem letzterer als Pächter der Adolfsburg angestellt wird. Im einzelnen wird folgendes vereinbart: Dem Pächter wird die Nutzung aller im Status bonorum verzeichneten Gärten, Baumhöfe, Wiesen, Felder und Hageberge samt der wilden Hude, Weide und Heidhackerei für die Dauer von 12 Jahren übertragen. Die Pachtzeit beginnt am 22.02.1721. Der Pächter hat über die Instandhaltung der Hecken und Zäune ein Protokoll zu führen. Hierzu darf er sich das nötige Holz aus der Rüspe holen. Die Pachtzeit kann im besonderen Fall nach sechs Jahren beendet werden. Der Pächter kann das gesamte Vorwerk einschließlich Schmiede und Stube, auf der er wirklich wohnt, und dem darunterliegenden Pferdestall, der zu einem Keller umgebaut werden darf, nutzen. Außerdem darf er denjenigen Gebäudeteil nutzen, der auf der anderen Seite zwischen der Kapelle und der Gräfte liegt. Schließlich darf er die Scheune, sowie Lust- und Gartenhaus nutzen. Der Freiherr behält sich die Nutzung der übrigen Gebäude selbst vor. Hierzu gehören auch der unterste Garten und der an der Allee gelegene Baumhof. Der Pächter darf dagegen den obersten Garten und Baumhof bei Schneiders Haus nutzen, muss aber auf Obstdiebe aufpassen und abgehende Obstbäume durch neue ersetzen. Dann werden die Ställe benannt, die sich der Freiherr zur eigenen Nutzung vorbehält. Diese sind von den Stallungen des Pächters streng zu trennen. Für die Sicherstellung des erforderlichen Futters für die herrschaftlichen Pferde behält sich der Freiherr die Nutzung gewisser Wiesen vor. Auf Wunsch des Pächters wird genehmigt, dass dieser sich auf dem Viehhaus eine Wohnstube einrichten darf, um näher beim Personal zu sein und das Feuer bewachen zu können. An Pacht zahlt Reutz jährlich 200 Rtl. Die Schweineställe werden ebenfalls mitverpachtet, wobei sich der Freiherr vorbehält, eigene Schweine mästen zu lassen. Der vordere Platz ist bei Anwesenheit des Freiherrn jederzeit sauber zu halten und der Mist zu entfernen. Sämtliche in den Adolfsburger-, Oberkirchener- und Langeneier Lagerbüchern verzeichneten Einkünfte werden ebenfalls mitverpachtet; hierfür entrichtet der Pächter zum 22.02. eines jeden Jahres pro Malter Roggen und Gerste Wormbacher Maß 4 Rtl. und für jedes Malter Hafer 2 Rtl. Über die Einnahmen ist ein Register zu führen. Die übrigen Naturaleinkünfte des Hauses Adolfsburg werden wie folgt abgerechnet: 1 feistes Schwein mit 4 Rtl., 1 mageres Schwein = 1 ½ Rtl., 1 Huhn = 3 ß, 1 Käse 6 ß, 100 Eier = 12 ß, 1 Hammel = 1 Rtl., 1 Gans = 1 Reichsort, 1 Pfund Butter = 4 ß, 1 vollspänniger Pferdedienst mit 4 Pferden = 1 Rtl., 1 halbspänniger Pferdedienst mit 2 Pferden = ½ Rtl., 1 Handdienst, der die Kost bekommt = 2 ß, ein Bilsteinischer Handdienst, so anstatt der Kost 2 Petermännchen bekommt = 5 ß. Reutz ist aber verpflichtet, bei Anwesenheit des Freiherrn diesen mit Lebensmitteln und Fleisch zu versorgen, das ihm aber im Gegenzug nach der o.a. Aufstellung verrechnet wird. Generell sind für die Handlangerdienste wie Heumähen, Heidhacken, Gartenarbeiten die Bilsteiner Leute heranzuziehen. Die ständigen Einkünfte wie Herrschaftsgelder, Brüchten, Zölle, Zehnten etc. behält sich der Freiherr selbst vor. Der Pächter darf sämtliches Vieh und die vorhandenen Ackergerätschaften nutzen; hierzu wird ein Inventar mit Wertangaben angelegt. Alles ist getreulich zu verwalten, sodass kein Schaden entsteht. Letzteres muss der Pächter beschwören.
Das Inventar über vorhandenes Vieh und Ackergerätschaften ist angefügt.
Das Inventar über vorhandenes Vieh und Ackergerätschaften ist angefügt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1752, Blatt 10.
26.12.1720 Wasserrechte verletzt
Christian Freiherr von Fürstenberg beauftragt den Amtsverwalter, gemeinsam mit dem Rentmeister Reutz beim Herrn von Bruch vorstellig zu werden, um ihm deutlich zu machen, dass er widerrechtlich in adolfsburgischen Gewässern fischt. Auch ist die Nutzung des Brucher Mühlenteiches nicht rechtens.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1722, Blatt 153.
27.12.1720 Holzunterschlagung in Rauterkusen
Christian Franz Dietrich von Fürstenberg beauftragt den Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck, den alten Schnütgen und den Eberhard Rauterkus aus Ennest zu vernehmen. So soll der Johannes Brinker ein Bergstück dem Plaßmannshof entzogen und seinem eigenen Hof zugeschlagen haben. Am 21.08.1721 begibt sich der Amtsverwalter gemeinsam mit dem Rentmeister Frieling nach Rauterkusen, um die Waldungen des Hofes zu begutachten. Dabei stellt sich heraus, dass etliche Eichen gefällt wurden. Auf Befragung sagt Brinker aus, diese seien zum Neubau des Hauses Schnütgen in Ennest und zum Neubau des Hauses Vogt in Milstenau verwendet worden. Weiterhin sei auch Holz als Feuerholz gehauen worden. Der Kolon und dessen Schwiegersohn werden erstlich verwarnt. Sollten sie noch einmal altes Holz hauen, so werden sie mit Sack und Pack vom Hof gejagt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4101.
28.12.1720 Pächter vom Ödingerberg will Schuldenerlass
Gesuch des Johann Ebert vorm Wege zu Ödingerberg an Freiherr von Fürstenberg. So haben seine Großeltern Jakob vor dem Wege und dessen Hausfrau 20 Rtl. geliehen. Sein Vater und er selbst hätten davon bislang jedes Jahr vier Scheffel Hafer an das Haus Adolfsburg geliefert. Da er aber nur ein kleines Köttergut bewirtschaftet, das auch noch an das Kloster Grafschaft und die Kirche zu Ödingen pachtpflichtig sei, beantragt er die Niederschlagung der Schuld.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1727, Blatt 117.
17.04.1721 Attendorner Steinmetze arbeiten auf der Adolfsburg
Reisekostenabrechnung mit den drei Gebrüdern Leiste, Steinmetze zu Attendorn, die nach Adolfsburg gekommen waren, um den Auftrag über die Steinmetzarbeiten an den Fenstern der Adolfsburg in Empfang zu nehmen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1733.
14.05.1721 Schönholthauser Güter sollen gekauft werden
Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck empfiehlt dem Baron, den Pastor von Schönholthausen auf die Burg Schnellenberg einzuladen, um dort zunächst mündlich über den geplanten Ankauf der Schnellenberger Güter in Schönholthausen zu beraten.
[Es entwickeln sich daraus langwierige Verhandlungen mit Johann Adolf von Schnellenberg zu Schönholthausen.]
[Es entwickeln sich daraus langwierige Verhandlungen mit Johann Adolf von Schnellenberg zu Schönholthausen.]
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3180.
07.06.1721 Beförderung zum Reichshofrat
Christian Franz Theodor von Fürstenberg teilt seiner Mutter mit, dass ihn der Kaiser am letzten Donnerstag zum Reichshofrat ernannt habe.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 456, Blatt 263.
18.06.1721 Spende zum Klosterbau
Johann Gottfried Bresser quittiert den Empfang von 50 Rtl. durch die Witwe von Fürstenberg namens des Hugo Franz von Fürstenberg für das Franziskanerkloster in Attendorn. Das Geld ist für das Bauvorhaben des Klosters bestimmt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 365, Blatt 99.