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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

27.09.1717 Visitation in Helden und Dünschede.

Visitationsrezeß für "Ecclesiis filiali S. Martini in Dünsched et Parochiali S. Hypolithi in Helden".
1) Das Gewölbe der Kirche ist schadhaft und muß repariert werden.
...

3) Der Taufstein, welcher für die Größe der Kirche viel zu wuchtig ist, soll abgeschafft und ein neuer beschafft werden.

4) Das Bildnis des Gekreuzigten in Form eines Kreuzes soll, da es unförmig ist, durch ein repräsentatives ersetzt werden.

5) „In Dünschede weilen wegen Armuht deß Orths vor dem hochwürdigsten Sacrament daß bestandige Licht abgeht, undt solche Kirche nuhr allein die abstammende Tochter oder bloß allein eine beyhulff der Mutterkirch zu Helden, undt also keinen eygenen Priester hat, so soll daß Hochwürdigste Guth dahselbst nicht mehr auffgehalten werden, es sey denn, daß die Pfarrgenossen solche Mittel verschaffen würden, daß ein beständig ewiges Licht darvor brennen könne...".

6) Die Prozessionen sollen vormittags wieder in der Kirche sein.

7) der Heldener Kirchturm ist auszubessern.

...

9) Die Kirchenbücher sind völlig durcheinander geführt, es fehlen Namen; dieses ist sofort zu ändern. Wenn der Pastor das aufgrund des hohen Alters nicht kann, muß er einen anderen beauftragen.

10) Das Heldener Pfarrhaus ist binnen 3 Jahren zu reparieren.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4792.

06.10.1717 Hanemicker Grundstücke gehen an Heinrich Stamm

Richter und Schöffen des Gerichts zu Olpe erklären die Einweisung des Gläubigers Henrich Stamm zu Bremge in 11 näher bezeichnete Grundstücke des Schuldners Johannes Knive von Hanemicke, da dieser bisher seine Schulden nicht bezahlt hat. Unterschrift des Gerichtsschreibers Johann Adolf Koch und Gerichtssiegel.

Pfarrarchiv Helden, Akten A 3, Seite 63.

09.10.1717 Waldenburger Bildhauerrechnung

Rechnung des Bildhauers Peter Sasse über ausgeführte Arbeiten an der Waldenburger Kapelle:

"Hochwohlgebohrener Freyherr
gnädiger Herr
Ew. Hochfreyherrl. Excell. habe hiemit unterthänig nicht verhalten sollen, wie daß ich gemacht erstlich eine Muscelen form zu der Capellen unter Waldenburg ad 18 ß.
2tens eine Form vom Lorberkrantz ad 12 ß.
3tens vier Bilder in die Capelle zum Waldenburg. S. Francisci, S. Anton, S. Catharinen, S. Luciam ad 9 Rtl.
4tens mir restire vom Altärgen unter Waldenburg laut Contracts ad 3 Rtl.
5tens S. Donatus ad 3 Rtl.
Summa 15 Rtl. 36 ß.

Mit unterthäniger Bitt mir gnädige Assignation zu ertheilen alß.
Ew. hochfreyherrl. Excell.
Unterthänig gehorsambster
Knecht Peter Sasse
Daraufhin zahlt die Frau von Fürstenberg am 09.10.1717 vier Rtl. Und am 13.05.1718 den Rest von 11 Rtl. 30 ß."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1726.

11.10.1717 Oberhundemer Pastorat ist baufällig

Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck lädt von jedem Dorf des Kirchspiels Oberhundem zwei Abgeordnete ein, innerhalb von 8 Tagen auf der Adolfsburg zu erscheinen und den Standpunkt zum Pastoratbau kundzutun.
Am 18.10. treffen sich bei der Pastorat in Oberhundem der Amtsverwalter, die Kirchspielsgenossen zu Oberhundem und der Erzdiakon aus Wormbach, der wegen der abgehaltenen Synode zufällig in Oberhundem weilte und stellen die Baufälligkeit des Pastorats fest. Ein Zimmermann soll beauftragt werden, einen Kostenvoranschlag zu erstellen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 1722, Blatt 149.

23.10.1717 Aufruhr in Fretter

Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck schreibt an Ferdinand von Fürstenberg über den Wegebau in der Rüspe, Pastorathaus Oberhundem, Verpachtung der Mühle in Fretter, wobei der Müller Dietrich und sein Weib, als sie von der Neuverpachtung gehört hätten, einen unglaublichen Aufstand verursacht hätten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 768, Blatt 116.

21.11.1717 Ewiger Baumeister heiratet in Mecklinghausen

Protokoll über die Verpachtung des Kirchhoffs Gutes in Mecklinghausen, verfasst vom Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck und dem Rentmeister Johannes Freyling. Hierzu erscheinen der vom Ödinger Berg gebürtige Peter Wimmhöver, die Witwe Margaretha Kirchhoff mit ihren beiden Brüdern Wilhelm Heller und Anton Limke von Repe, und auf Seiten des Wimmhöver dessen beide Schwäger Peter Boge von Dünschede und Conrad Wimmhöver. – Nach reiflicher Überlegung wird dem 42jährigen Peter Wimmhöver gestattet, die Witwe Kirchhoff zu heiraten. Wimmhöver hat im Kirchspiel Helden viele Jahre lang treu gedient und war 4 Jahre lang Baumeister in Ewig.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4102, Blatt 261.

10.12.1717 Unwetter im Amt Bilstein

Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck schreibt an den Baron, dass die aufwändigen Wegereparaturen im Amt Bilstein durch den Regen vom 4. und 5. Dezember wieder zunichte gemacht wurden, die Bilsteiner hätten nicht einmal die Kapelle erreichen können.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 768, Blatt 193.

11.12.1717 Hochwasser verhindert Kurfürstenbesuch

Johann Eberhard Höynck teilt mit, der Gograf von Attendorn sei nach Bonn gefahren. Allerdings führe der Rhein derartig viel Wasser, dass alle Schiffahrt eingestellt wurde. Diejenigen, die nach Bonn zum kurfürstlichen Hof wollten, hätten über Köln reisen müssen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 768, Blatt 197.

02.01.1718 Höynck schreibt zum Jahresbeginn

Johann Eberhard Höynck zu Bilstein schreibt an Freiherr von Fürstenberg: Dabei geht es um die Verpachtung in Fretter, Streit zwischen dem Gografen und Bürgermeister und Rat der Stadt Attendorn wegen der Grenzgänge zum Märkischen, wobei auf den Schnadezug von 1687 Bezug genommen wird, und die Kopfschatz Olpe.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

14.01.1718 Neuigkeiten aus der Adolfsburg

Johann Eberhard Höynck berichtet dem Freiherrn von Fürstenberg über den Gografen von Fredeburg und die Erhebung der Kopfschatz in Olpe. Am 24.1. würden in Adolfsburg die Beisetzungsfeierlichkeiten für den verstorbenen Rentmeister Menge, am Dienstag die Erbauseinandersetzung sein. Höynck werde hinreiten, um einen Streit zu vermeiden. Außerdem berichtet er über den Märkischen Grenzgang und die Lieferung der Herrenschweine aus Fredeburg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

19.01.1718 Mühlensteine und glühendes Eisen ...

Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck berichtet dem Freiherrn von Fürstenberg über die Lieferung der Herrenschweine im Amt Bilstein. Dabei fällt der Spruch: "Mühlensteine und glühendes Eisen lässt man liegen; ersteres ist zu schwer, am zweiten verbrennt man sich."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

21.01.1718 Jagdverbot für Attendorner Bürger

Johann Bernhard Hirsch, Attendorn, schreibt an Johann Eberhard Höynck zu Bilstein: Er weist darauf hin, dass wiederholt einige Bürger jagen waren; man möge doch von der Kanzel verkünden lassen, dass dies gemäß kurfürstlicher Verordnung von 1702 verboten sei.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

27.01.1718 Turbulenzen bei der Jagdausübung

Johann Eberhard Höynck schreibt über die Abrechnung der Weinfuhren mit Pulte zu Mecklinghausen. Bezüglich der Schnellenberger und Attendorner Jagd habe er schon im letzten Sommer den Bürgermeister von Attendorn darauf hingewiesen, "das canaliose gesindel darvon mögte abgehalten" und auch die Bauern angewiesen würden, nicht zu jagen. Der Bürgermeister habe das damals auch versprochen. Nun müsse man das Verbot wohl neu verfügen. Höynck erinnert sich, dass damals die Strickjagd komplett verboten wurde; auch habe man einigen die Flinten abgenommen. Den Colonen des Klosters Ewig sei die Jagd sogar in ihren Gewinnbriefen verboten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

29.01.1718 Adolfsburger Schloss-Uhr

Der Attendorner Uhrmachermeister Eberhard Höffer erhält für die Reparatur der Uhr auf der Adolfsburg 2 Rtl. 27 ß. Er lässt durch den Pfarrer Johann Friedrich Gerke aus Oberhundem den Empfang seines Lohnes quittieren.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1743

30.01.1718 Ziegen sollen abgeschafft werden

Johann Eberhard Höynck schreibt an den Freiherrn von Fürstenberg über die Abschaffung der Ziegen im Gericht Olpe, Drolshagen und Wenden.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

03.02.1718 Lusthäuschen für die Adolfsburg

Ferdinand von Fürstenberg verfügt, dass man Steine brechen und zur Adolfsburg bringen solle, mit denen dort am unteren Garten im Sommer zwei Lusthäuschen errichtet werden könnten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

18.02.1718 Wie kommt man an die andere Hälfte?

Johann Eberhard Höynck schreibt an Freiherr von Fürstenberg, dass durch den Tod des Herrn von Steckenberg der halbe Zehnte zu Saalhausen an den Freiherrn von Fürstenberg gefallen sei; nun müsse man sehen, dass man auch die andere Hälfte bekommen könne. Er berichtet außerdem über die Lieferung der Herrenschweine an das Haus Bilstein.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

29.02.1718 Neuer Kolon für Kirchhoffs Gut in Mecklinghausen

Johann Eberhard Höynck berichtet über die Besetzung des Kirchhoffs Gutes zu Mecklinghausen. So sei der Boge zu Dünschede mit dem neuen Kolonen und dem Witwer Kirchhoff und dessen Bruder Johann (40) bei ihm gewesen. Der Witwer habe erbeten, dass sich sein Bruder Johann mit seiner Stieftochter vermählen dürfe, um dann als Pächter in Mecklinghausen eingesetzt werden zu können. Auch wollten sie die Kinder des Witwers annehmen; drei Kinder hätten sie schon zu sich geholt. Johann sei ein ansehnlicher und robuster Bauersmann, er habe einige Jahre durch Fuhrdienste seinen Unterhalt verdient; der Vorschlag sei gut, von Fürstenberg möge ihn genehmigen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 776.

14.03.1718 Der Erbdroste ist tot

Schreiben an den Obristkanzler Freiherrn von Kargh zu Bonn über die plötzliche Erkrankung und den darauf erfolgten Tod des Erbdrosten Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg zu Herdringen. Am 12.3. hatte er einen Schlaganfall erlitten, am 14.3. abends war er im bewusstlosen Zustand gestorben. Nachfolger wird der 30jährige Franz Christian von Fürstenberg. Ferdinand von Fürstenberg werde in der Attendorner Franziskanerkirche bestattet.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 348.

29.03.1718 Loyalität gegenüber dem Drosten

Der Amtsverwalter des Amtes Bilstein, Johann Eberhard Höynck, gratuliert dem Freiherrn von Fürstenberg zur Ernennung als kurfürstlicher Rat und beteuert seine Loyalität auch nach dem Tode des Vaters. Unter anderem berichtet er über das Aschebrennen in Oberhundem sowie über die Verpachtung der Güter in Langenei und Hengstebeck.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 776.

18.05.1718 Gut Hengstebeck wird verpachtet

Pachtvertrag. Damit verpachten die Witwe Maria Theresia von Fürstenberg geborene von Westphalen und ihr Sohn Christian Franz Dietrich von Fürstenberg für die Dauer von 12 Jahren ihr Haus und Gut in Hengstebeck an ihren treuen Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck. Dieser hat 37 Jahre lang als Amtsverwalter die Geschäfte hervorragend verwaltet und möchte nun auf eigenen Wunsch nach Hengstebeck ziehen. Da das Wohn- und Viehhaus in Hengstebeck etliche Jahre lang nicht be-wohnt waren und entsprechend umfassend hergerichtet werden müssten, hat die Familie von Fürstenberg dem Höynck gestattet, auf seine Kosten ein 48 Fuß langes und 40 Fuß breites Haus zu bauen, um darin mit seiner Familie zu wohnen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2222.

23.06.1718 Darlehen aus dem fürstenberg'schen Armenfonds

Vor dem Gericht in Wenden bekennen die Eheleute Wilhelm Bröcher und Maria Bröcher geborene Koch aus Wenden, dass sie aus dem fürstenberg’schen Armenfonds ein Kapital von 50 Rtl. entliehen haben. Sie verpfänden als Sicherheit einige Immobilien. Ausgefertigt durch Johann Adolf Koch, kurfürstlichen Gerichtsschreiber in Wenden.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4075, Seite 105.

01.07.1718 Neuigkeiten für den Herrn Baron

Brief des Verwalters Johann Eberhard Höynck zu Bilstein an den Freiherrn. Höynck hat die Beamten der hiesigen Ämter angewiesen, sorgfältig aufzupassen, damit eventuelle Überfälle durch kaiserliche- oder andere Truppen vermieden werden können. Er berichtet über das Verhältnis zum Grafen von Wittgenstein-Berleburg und erinnert sich daran, dass man drei Juden, welche die Kirche von Hundem bestohlen hatten, in Berleburg so lange festgehalten habe, bis zwei von ihnen eschupirt und der dritte sich erhängt habe. Morgen werde er zum Markt nach Kohlhagen reiten und dabei das neu erbaute Haus in Emblinghausen begutachten. Er berichtet weiter über das Aschebrennen in der Rüspe. Am folgenden Tag werde beim Hausbau in Hengstebeck der erste Stein gelegt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 775.

12.07.1718 Verordnung für die Köhler

Johann Eberhard Höynck berichtet über die gestrige Konferenz in der Adolfsburg, wozu sämtliche Aschebrenner geladen gewesen sind. Ihnen wurde die Verfügung über das Aschebrennen vorgele-sen, die sie zu beschwören hatten. Die Jäger sollten darüber die Aufsicht haben. Bislang wurde 117 ½ Zentner 15 Pfd. Asche gebrannt. [= Köhlerei]

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 775.

08.09.1718 Die Güter in Ennest und Hengstebeck

Johann Eberhard Höynck berichtet über das Schulten Gut in Ennest, das mit einem neuen Pächter besetzt wurde. – Das Häuschen in Hengstebeck "habe den letzten augusti unter der protection Jesus Maria und Joseph auffheben lassen, und bin im Werck begriffen, solches noch vorm Winter unter dach zu setzen." Höynck hätte den Freiherrn gern hierzu eingeladen, was aber wegen Abwesenheit nicht ging. So müsse man nun warten, bis Wände und Fenster begossen werden könnten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 775.

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