Historisches Tagebuch
Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.
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Es wurden 4678 Einträge gefunden27.01.1716 Die Witwe Franke verkauft Ländereien am Stürzenberg
Erbkaufbrief. Damit verkauft Margaretha Witte, Witwe des Johannes Franke zu Attendorn dem Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg mit Bewilligung ihrer Kinder Peter Franke, Anton Franke, Anna Maria Franke und Katharina Maria Franke, 4 Müddescheid Landes am Stürzenberg, das oben an Schnellenbergisches Land, unten an Tripmanns und Ufers, vorn an Johannes Greve und Heinrich Orth und hinten an Vikar Bonackers Land anstößt.
Sodann verkaufen die Eheleute Anton Franke und Anna Katharina Baltes ein weiteres Land am Ahauser Weg, untenher an das Bicher Gut und einerseits an Johann Heinrich Greve angrenzend. Papiersiegel des Gogerichts und Unterschrift des Gerichtsschreibers Johann Adolf Koch.
Sodann verkaufen die Eheleute Anton Franke und Anna Katharina Baltes ein weiteres Land am Ahauser Weg, untenher an das Bicher Gut und einerseits an Johann Heinrich Greve angrenzend. Papiersiegel des Gogerichts und Unterschrift des Gerichtsschreibers Johann Adolf Koch.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.
07.02.1716 Von Moltke zieht durch Attendorn
Marschroute für das neugewonnene Osnabrückische Regiment zu Fuß unter dem Kommando des Oberstleutnants von Moltke. Das Regiment wird sich am 9., 10. und 11.02. durch das Gogericht Attendorn bewegen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2569, Blatt 105.
11.04.1716 Schreiner Zeppenfeld arbeitet für Schnellenberg
Im Herdringer Archiv haben sich unzählige Rechnungsbelege erhalten, die über unterschiedlichste Aufträge an heimische Handwerker berichten. Sie sind eine Fundgrube für alle Familienforscher.
"... an den Ambtsverwalter Höynck zu Bilstein 15 Rtl. für den Tischler J. E. Zeppenfeldt wegen eingelegter Tische und Geridons assignirt."
"... an den Ambtsverwalter Höynck zu Bilstein 15 Rtl. für den Tischler J. E. Zeppenfeldt wegen eingelegter Tische und Geridons assignirt."
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 332, Blatt 439.
12.04.1716 Frohe Ostern
Im Tagebuch des Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg findet man am heutigen Tag folgende Eintragung: "[Heute] ist das heyl[ige] Osterfest eingefallen und allhier [in Schnellenberg] celebrirt worden."
Allen Leserinnen und Lesern des Historischen Tagebuches wünschen auch wir ein frohes Osterfest und allen Poskebrüdern "Guet Füer!"
Allen Leserinnen und Lesern des Historischen Tagebuches wünschen auch wir ein frohes Osterfest und allen Poskebrüdern "Guet Füer!"
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332, Blatt 439.
14.04.1716 Ratswahl in Attendorn
Zahllose kleine Informationen aus unterschiedlichen Archiven bilden das Mosaik zur Attendorner Stadtgeschichte. So erfahren wir heute etwas über die Ratswahl in Attendorn, die der Droste Ferdinand von Fürstenberg im Auftrag des Kurfürsten begleitete. Da die Hauptüberlieferung im Stadtarchiv erst mit dem Jahre 1783 [nach dem großen Brand] einsetzt, sind noch so kleine Nachrichten für das Gesamtbild äußerst wichtig.
"... habe ich nomine gratiosi Domini die rathswahl zu Attendorn confirmirt."
"... habe ich nomine gratiosi Domini die rathswahl zu Attendorn confirmirt."
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 332, Blatt 439.
15.04.1716 Taufe des Erzherzogs Leopold von Österreich
Ferdinand Caspar von Droste aus Wien beschreibt detailliert die Feierlichkeiten zur Taufe des Erzherzogs Leopold Johannes Joseph Antonius Franz von Paul Rudolph Hermengildus Ignatius Balthasar.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 343, Blatt 383.
16.04.1716 Grundstücksangelegenheiten
An diesem Tag werden Grundstücksangelegenheiten erledigt: Tauschvertrag Johann Gertmann zu Attendorn wegen eines Landes am Stürzenberg; Tauschvertrag mit Vikar Eberhard Bonacker; Tauschvertrag mit der Witwe und den Erben Francke, vertreten durch die Eheleute Anton und Anna Catharina Francke.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 332, Blatt 439.
17.04.1716 Erledigung von Grundstücksangelegenheiten
An diesem Tag werden Grundstücksangelegenheiten erledigt: Tauschvertrag Johann Gertmann zu Attendorn wegen Land am Stürzenberg; Tauschvertrag mit Vikar Eberhard Bonacker; Tauschvertrag mit Witwe und Erben Francke, vertreten durch Eheleute Anton und Anna Catharina Francke und ein Exemplar davon "ad archivio auffm thurm" [zu Schnellenberg].
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332.
09.05.1716 Gnadenbild von Mariazell
Ferdinand Caspar von Droste teilt aus Wien u.a. mit, dass der Kaiser dem Gnadenbild in Mariazell aus Dank für die Taufe des Erzherzogs ein goldenes Kind stiften werde, 17 Pfund und etliche Loth schwer, so viel, wie der Erzherzog 4-5 Tage nach der Taufe gewogen habe.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 345, Blatt 27.
23.05.1716 Neue Glocke für die Adolfsburg aus Köln
Beleg über die Beschaffung einer Glocke für die Adolfsburg bei Meister Gottfried Dinckelmeyer mit einem Gewicht von 18 ½ Pfund zum Preis von 6 Rtl. 13 Albus. Besorgt hat die Glocke der Attendorner Rector Hospitalis Stefan Dingerkus in Köln.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1743.
01.06.1716 Eine Stelle am Dom mit Vitamin B
Wilhelm Braun zu Arnsberg schreibt im Auftrag des Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg an den Reichshofrat von Heuel in Wien und bittet ihn um Unterstützung, um für den Sohn Hugo Franz von Fürstenberg eine Dompräbende zu erlangen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 345, Blatt 71.
16.06.1716 Glas für die Adolfsburger Kapellenfenster
Abrechnung mit dem Glasmacher Heinrich Falke für die Lieferung von 128 Rauten auf das Oratorium zum Preis von 5 Rtl. 37 ß 6 Pfg. Am 12.09.1716 liefert er weitere 20 Rauten auf das Oratorium für 48 ß.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1733.
09.08.1716 Blitz schlägt in Milstenau ein!
Gegen 16.00 Uhr gab es in Milstenau setzte ein Blitzschlag das Haus des Pächters Vogt in Milstenau in Brand. Der Pachtherr erließ daraufhin dem Pächter Vogt Teile des Pachtabgabe und stellt Bauholz für den Wiederaufbau zur Verfügung. Der Originalvermerk des Rentmeisters liest sich wie folgt:
"Circa horam decimam vespertinam ein grosses Donnerwetter sich herfürgethan, und des hiesigen Coloni Vogten zu Milstenau Behausung völlig eingeäschert; so gnädige Herrschaft bewogen, dass sie demselben 2 Rtl. vorerst geschenket, ein Malter Roggen und ein Malter Gersten assignirt, zwey Fuhren Bäume angewiesen, 2 Fuhren erlaubet und eine völlige Jahrespfacht nachgelassen."
"Circa horam decimam vespertinam ein grosses Donnerwetter sich herfürgethan, und des hiesigen Coloni Vogten zu Milstenau Behausung völlig eingeäschert; so gnädige Herrschaft bewogen, dass sie demselben 2 Rtl. vorerst geschenket, ein Malter Roggen und ein Malter Gersten assignirt, zwey Fuhren Bäume angewiesen, 2 Fuhren erlaubet und eine völlige Jahrespfacht nachgelassen."
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332, Blatt 507.
26.09.1716 Walter Rohdt aus Olpe verstorben
Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck zu Bilstein teilt dem Ferdinand von Fürstenberg den Tod des Führers zu Olpe, Walter Rohdt, mit, der am 15.9. in Rhode bestattet wurde. Auch Höynck schließt sich der Empfehlung von Stockhausens an.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 344, Blatt 50.
14.11.1716 Mauschelei in Bilstein?
Der Rentmeister zu Bilstein, Johann Eberhard Höynck, wird nach Bonn beordert, um Ungereimtheiten in der Führung der Amtsrechnung zu erläutern.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 344, Blatt 218.
04.12.1716 Eisenverarbeitung im Kreis Olpe
Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck schreibt an Ferdinand von Fürstenberg u.a. der Bote habe wegen Hochwassers an der Grevenbrücke umkehren müssen; das Kupferbergwerk in Rhonard gehe schlecht, viele Arbeiter hätten abgedankt; dagegen hätten die Heinsberger Bauern ihre Eisenhütte vor wenigen Tagen wieder in Gang gebracht, allerdings sei auch hier ein Verlust von 200 300 Rtl. zu beklagen. Der Standort der Hütte sei zu nass und brüchig, deshalb habe sich das Eisen im Ofen abgesetzt. Die Hütte soll nun an einem anderen Ort unterhalb des Dorfes neu errichtet werden.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 344, Blatt 247.
27.12.1716 Grundstückstausch am Stürzenberg
Tauschvertrag. Damit tauscht Johannes Gertmann aus Attendorn mit dem Ferdinand Freiherrn von Fürstenberg 3 ½ Müddescheid 3 ½ Ruthen Land am Stürzenberg oberhalb der Walkemühle. Davon sind 3 Müddescheid an das Haus Wenne lehnspflichtig. Freiherr von Fürstenberg tauscht dagegen an den Johannes Gertmann ein ebenso großes Land oberhalb dem Schilde, einerseits an den Heggener Weg, andererseits an den Ahauser Weg, unten an Vikar Bonacker, oben an Erben Franke stoßend.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.
14.03.1717 Joanvahrs soll Rentmeister werden
Brief des Franciscus Emmerich Joanvahrs zu Schmallenberg an den Sekretär des Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg zu Schnellenberg. Es sei ihm ab 1. April die Verwaltung der Rezeptur in Oberkirchen zugesagt; der Sekretär möge nunmehr für die Ausfertigung eines entsprechenden Patentes sorgen. Rotes Lacksiegel mit Wappen (drei Lilien, darüber ein nach links schauender Schwanenkopf mit Hals).
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 346, Blatt 145
02.04.1717 Maler Sasse bekommt sein Geld
Der Maler Anton Sasse erhält für die ausgeführter Malerarbeiten in der Waldenburger Kapelle und für "Blumen pötte zu Herdringen anzustreichen" 8 Reichstaler. Sollte er alle Arbeiten fertiggestellt haben, so wird er nochmals 2 Reichstaler erhalten. Gleichzeitig erhält Johann Eberhard Zeppenfeld 9 Müdde Roggen für die Vermessung der Waldenburger Kapelle.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332.
04.04.1717 Schreinermeister hat gut zu tun
Rechnung des Schreinermeisters Johann Eberhard Zeppenfeld. Er hat zwei Bettstellen mit Kronendeckeln versehen und hat daran 20 Tage gearbeitet. Reparatur der obersten Pforte und der untersten Brücke. Einen Tapetenkasten auf der Kapellenkammer beschossen. Reparatur der Anrichte und der Säge.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.
23.05.1717 Neuer Rentmeister für die Adolfsburg
Johann Gottffried Reutz bewirbt sich um die Stelle des Rentmeisters auf der Adolfsburg, nachdem sein Vorgänger und Schwiegervater Johann Albert Menge am 23.05.1717 morgens um 5 Uhr verstorben sei. - Reutz erhält die Stelle.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1739, Blatt 9.
26.05.1717 Bericht des Pfarrers von Wenden
Petrus Arnoldi, Pfarrer von Wenden, teilt dem Verwalter Dr. Braun mit, dass sein Vikar Kramer am 20.5. die Verwaltung der Rahrbacher Pfarrstelle übernommen habe. Er berichtet weiter über Unruhen bei der Beitreibung der Pastoratpacht.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 346, Blatt 264.
08.06.1717 Alltagsgeschäfte auf der Adolfsburg bei Oberhundem
Im Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen gibt es zahllose Briefe, deren Inhalt bislang nicht erfasst wurde. In ihnen befinden sich Nachrichten über den Alltag unserer Vorfahren. Durch den Stadtarchivar von Attendorn wurden inzwischen mehr als 500 dieser Korrespondenzakten gesichtet. Heute soll an dieser Stelle eine inhaltliche Kostprobe gegeben werden, die sich mit der Adolfsburg bei Oberhundem beschäftigt:
Johann Eberhard Höynck berichtet dem Freiherrn von Fürstenberg über die durch den Tod des Rentmeisters von Adolfsburg erforderlich gewesene Visitation, zunächst des Weinkellers und Kornspeichers. Dem Bäcker wurden 12 Müdde Hafer ausgemessen und befohlen, die Zuflüsse des Zapfweines zu reinigen. Die Jäger Gaudenz, Arnold und Johann Eberhard wurden angewiesen, Jagd und Gehölz besonders aufmerksam zu bewachen. Die Eisenhütte in Heinsberg wird wohl nicht mehr lange existieren, da es an Kohlen mangelt. Auch gibt es nicht genug Pferde und Karren, um den Eisenstein aus dem Freigrund zu transportieren.
Johann Eberhard Höynck berichtet dem Freiherrn von Fürstenberg über die durch den Tod des Rentmeisters von Adolfsburg erforderlich gewesene Visitation, zunächst des Weinkellers und Kornspeichers. Dem Bäcker wurden 12 Müdde Hafer ausgemessen und befohlen, die Zuflüsse des Zapfweines zu reinigen. Die Jäger Gaudenz, Arnold und Johann Eberhard wurden angewiesen, Jagd und Gehölz besonders aufmerksam zu bewachen. Die Eisenhütte in Heinsberg wird wohl nicht mehr lange existieren, da es an Kohlen mangelt. Auch gibt es nicht genug Pferde und Karren, um den Eisenstein aus dem Freigrund zu transportieren.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 346, Blatt 280.
15.06.1717 Vergleich über das Lenhauser Gericht
Vergleich zwischen den Freiherren von Plettenberg zu Lenhausen und dem Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg wegen der Lenhauser Jurisdiktion. Zwischen den Vergleichsparteien war es zu einem Streit gekommen, als Kurfürst Josef Clemens durch ein Dekret vom 25.11.1697 den Erben des Johann Adolf Freiherrn von Plettenberg die Gerichtsbarkeit über sämtliche Höfe, die zum adeligen Haus Lenhausen gehören, übertragen hatte. Da hierdurch alte Rechte der Familie von Fürstenberg berührt wurden, sah diese sich genötigt, gegen das Dekret zu klagen, um selbst weiterhin die Rechte über diejenigen Höfe ausüben zu können, die zwar im Bezirk Lenhausen liegen, aber zu den Häusern Bilstein, Schnellenberg und Waldenburg gehören. Im vorliegenden Vergleich werden die alten Rechte der Familie von Fürstenberg bestätigt. Insbesondere werden die Rechte des Gogerichts Attendorn und das Amt des Drosten bestärkt und nicht beschnitten.
Lacksiegel von Friedrich Bernhard Wilhelm von Plettenberg, Ferdinand von Plettenberg und Ferdinand von Fürstenberg.
Lacksiegel von Friedrich Bernhard Wilhelm von Plettenberg, Ferdinand von Plettenberg und Ferdinand von Fürstenberg.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2541.
01.08.1717 Wilddieb gefasst
Johann Eberhard Höynck schreibt wegen des Wilddiebes Rötger Wilmes, der in Siegen gefangen genommen wurde.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 768, Blatt 28.