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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

26.09.1713 Waldenburger Kapelle fertig!

An diesem Tag besucht Ferdinand von Fürstenberg am Nachmittag Waldenburg, "umb die unterm Berg daselbst neu gebaute Capelle und sonsten ein und anderes in Augenschein zu nehmen."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332, Blatt 213.

09.10.1713 Landmesser Bernhard Homberg

Bescheinigung des Landmessers Bernhard Homberg zu Attendorn über die Vermessung eines Landes am Stürzenberg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.

26.11.1713 Dachmaße der alten Waldenburger Kapelle

Abrechnung mit dem Leyendecker Johann Jakob Wickeler über die Schieferdeckerarbeiten am Turm der Waldenburger Kapelle. Der Turm ist achtseitig, jede Seite ist 24 Fuß hoch und 12 Fuß breit. Hinzu kommt das Dach des Eingangsbereiches. Davon ist die Mittelfläche 11 Fuß breit und 10 Fuß hoch, die beiden Seitenflächen haben eine Breite von 8 Fuß und sind 10 Fuß hoch. Das ergibt eine zu verschiefernde Gesamtfläche von 1.335 Fuß = 5 Ruthen 7 Viertel 9 Fuß. Jede Rute wird mit 2 ½ Rtl. veranschlagt, sodass der Leyendecker 12 Rtl. 33 ß 9 Pfg. erhält.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

10.12.1713 Albin Tütel liefert Dielenbretter

Albin Tütel quittiert den Empfang von 3 Rtl. 18 Schillinge für die Lieferung von 300 Fuß Dielen zum Preis von 5 Kopstücke pro hundert Stück.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4612.

06.01.1714 Darlehen aus dem fürstenbergischen Armenfonds

Vor dem Notar Johann Adolf Koch in Olpe bekennen die Eheleute Johann Wurm und Elisabeth Wurm geborene Stähler aus Hünsborn, dass sie aus dem fürstenberg’schen Armenfonds ein Kapital von 50 Rtl. entliehen haben. Sie verpfänden dafür ihren Grundbesitz. Unterschrieben durch den Hofesrichter Peter Bröcher aus Hünsborn.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4075, Seite 137.

20.03.1714 Johannes Hüppe verkauft sein Haus

Johannes Hüppe zu Attendorn verkauft sein [im Stadtbrand von 1710] verbranntes Häuschen samt Höfchen und Gerechtigkeit auf der Hofestatt an der Stadtmauer im Friedhof an den Freiherrn von Fürstenberg, der es für das von fürstenberg‘sche Armenhospital nutzen will.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4046

05.04.1714 Meister Sasse arbeitet für Waldenburg

Abrechnungsnotizen Ferdinands von Fürstenberg; demnach zahlte er dem Bildhauer Sasse von Attendorn 10 Rtl., weitere 10 Rtl. an Bildhauer Sasse für Arbeiten am Altar der Waldenburger Kapelle, dem Meister Johann Zeppenfeld 20 Rtl. für Arbeiten am Waldenburger Altar.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 332, Blatt 197.

10.04.1714 Grundstückstausch mit dem Gografen

Erbtauschbrief zwischen dem Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg und den Eheleuten Gograf Johann Gottfried Bischopinck und Maria Anna Elisabeth Ringenberg zu Attendorn. Zunächst vertauscht Freiherr von Fürstenberg sein von dem seligen Anton Witte erworbenes Land von 6 Müddescheid auf dem Schilde, gleichzeitig zahlt er noch 5 Rtl. Wertausgleich. Dagegen erhält der Freiherr von den Eheleuten Bischopinck deren zusammenliegende Ländereien am Stürzenberg zu 5 Malterscheid. Zeugen sind die Gerichtsschöffen Peter Sasse und Ferdinand Dingerkus.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.

22.04.1714 Zeppenfeld rechnet ab

Abrechnung mit dem Schreinermeister Johannes Zeppenfeld und seinen Knechten Johann Ebert und Bernhard für die Durchführung verschiedener Arbeiten auf Schnellenberg (Schafstall, neue Treppe und Fenster in den Pferdestall, Beschuss des Kornbalkens, Fertigung eines Leyendeckerkastens, Verkleidung der inneren Fugen auf dem Dach des neuen Gebäudes) und Hengstebeck (neue Treppe, neue Tür).

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

30.04.1714 Schützeninventar übergeben

Protokoll zur Übergabe des Inventars; hieran nahmen teil König Friedrich Isphording, der alte Scheffer Wilhelm Greve, der alte Unterscheffer Johannes Rieger, der neue Scheffer Wilhelm Viegener und der neue Unterscheffer Anton Sasse. Es wurden ü-bergeben 2 Hüte mit Federn, 4 Feldzeichen, 1 Paar Handschuhe, 2 Partisanen, 7 lederne Eimer, 1 Rolle, 3 Leinen, 1 Koppel, 4 eiserne Ringe um die Vogelstange, 1 Eisenstange, 2 Degenkoppel mit einem Degen, 1 Posthorn, 2 Fahnen, 2 Trommeln mit einem Riemen, 5 eiserne Ärmlinge, 2 Bütten, 1 zinnern Willkomm, 1 Schachtel mit dem alten und neuen Rezeß und anderen Briefen.

Stadtarchiv Attendorn, Dep. SG 46, Seite 51.

14.05.1714 Geld áus der Armenstiftung fließt nach Siedlinghausen

Die Einsassen zu Siedlinghausen im Amt Medebach leihen aus dem fürstenberg’schen Armenfonds ein Kapital von 460 Rtl. und verpfänden dafür ihren Grundbesitz. Ausgefertigt in Oberkirchen durch den fürstenberg’schen Richter Jodocus Höynck im Beisein der Gerichtsschöffen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4075, Seite 133.

15.05.1714 Pferde füttern verboten

Ferdinand von Fürstenberg befiehlt den Einwohnern von Oberhundem, Rinsecke und Marmecke, nicht weiter ihre Pferde und Fohlen ohne Beisein eines Hirten in der Rüspe grasen zu lassen, da dadurch ein erheblicher Schaden an seinen Wiesen entstanden ist.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1769, Blatt 20.

16.05.1714 Adolfsburger Kapelle wird mit Stuck verziert

Vertrag zwischen dem Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg und dem Stuckateur Carlo Hieronymo Paerna über die Durchführung von Stuckarbeiten in der Kapelle der Adolfsburg:

"Zu wissen seye hiemit einen bestendigen Accord, so zwischen dem hochwohlgebohrnen Herrn Ferdinand Freyherrn von Fürstenberg, Herrn zur Adolphsburg pp., und Signore Carlo Paerna Stockatore getroffen wie folget:
Erstlich übernimbt gemelter Carlo Paerna hiesige im newen Flügel befindliche newe Capelle mit einem fingirten Gewölb und sauberer Stockator-arbeith in Conformität des hierüber entworffenen Abrisses außzuziehen, welche Arbeit nach möglichstem Fleiß zu verfertigen, auch dem Befindten nach, in ein un anderen Theillen zu verbessern, einfolglich solche ohntafelhafft zu lieffern, und zwischen hier und Michaelis fertig zuschaffen, wofür ihm:
Zweitens Gnädiger Herrschaft von dero hiesigen Rentmeisteren successive einhundertzwanzig Rtl. nebst der Kost und freyen Lagerstatt für ihn und seinen Gesellen, solang sie daran arbeithen, entrichten, und darbeneben alle darzu gehörige Materialien veranstalten zu lassen verspricht. Sollte auch
Drittens ein und andres in dem verfertigten Abriß zu verbessern oder sonst zu erinnern seyn, solches hat sich die Herrschafft vorbehalten, und soll solches gedachter Stockatore zu ändern, und auff die Anweisung zu verbessern gehalten seyn.
Zu wahrer Urkund dessen beiderseithige Unterschrifft.
Signatum Adolphsburg, den 16. May 1714.
Ferdinand Freyherr von Fürstenberg
Carlo Hironimus Paerna, Stucador"

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1726.

18.05.1714 Rechnung des Glasmachers Nagel

Rechnung des Glasmachers Johannes Nagel für verschiedene Reperaturarbeiten, die er im Zeitraum seit dem 18.05.1714 für das Haus Schnellenberg (Herrenstube, Küche, langer Gang, altes Weib, Pferdestall, Bibliothek, kleines Gemach neben der Brücke, im kleinen Keller, auf dem kleinen Turm, Schmiede, Spinnstube, in den Schirm, Kapelle, Reisigenstall, Kuhstall, runder Turm, Kutschenschuppen, Kälberstall, Backhaus, Mägdeturm, Knechte Pferdestall, Viehstall, Stopfenstall, Dreschdehle) durchgeführt hat. Die Rechnung wurde von Johannes Maiworm geschrieben, da der Glasmacher selbst nicht schreiben konnte.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

29.05.1714 Grundstücksverkauf Potthoff

Erbkaufbrief. Damit verkaufen die Eheleute Bürger Dietrich Potthoff und Elisabeth geborene Reutz zu Attendorn dem Freiherrn Ferdinand von Fürstenberg ihr Land hinten am Stürzenberg zu 3 Müddescheid weniger ein Viertel groß, das allerseits an Ländereien des Käufers stößt. Das Land ist lehnspflichtig an das Haus Wenne und hat jährlich an das Hospital in Attendorn ein halbes Pfund Wachs zu geben. Papiersiegel des Gogerichts und Unterschrift des Gerichtsschreibers Johann Adolf Koch.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.

10.10.1714 Neun Bäume ergeben 4433 Fuß Latten

Abrechnung mit dem namentlich nicht genannten Blankenroder Müller über das Schneiden von 9 Bäumen zu 4.433 Fuß Latten und Dielen für das Haus Schnellenberg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.

13.10.1714 Adolfsburger Kapelle ausgemalt

"... ist ein accordschein pro Carlo Paerna stoccatore wegen der Mahlerey arbeits al fresco in der newen Capellen zur Adolffsburg pro 40 Rtl. in duplo expedyrt."

Hier handelt es sich um die Weiterleitung einer Rechnung des Stukkateurs und Malers Carlo Paerna, der die Kapelle in der Adolfsburg ausgemalt hatte.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332, Blatt 267.

26.11.1714 Gastwirtschaft in Oberhundem sorgt für Ärger

Bericht des Amtsverwalters Johann Eberhard Höynck zu Bilstein. So habe der verstorbene Dompropst Johann Adolf von Fürstenberg schon lange vor seinem Tode die Absicht gehabt, in Oberhundem eine Vikarsstelle zu stiften, um gleichzeitig neben dem Priesteramt die Jugend unterrichten zu können. Zu diesem Zweck hat er das Häuschen errichten lassen, was jetzt der Gärtner bewohnt und wo früher eine unscheinbare Schmiede gestanden hat. Zunächst wurde dieses Haus durch den Adolfsburger Rentmeister bewohnt. Da dieser der Gemeinde Oberhundem viele gute Dienste erwiesen hat, bekam er die Erlaubnis, Bier und Branntwein auszuschenken. Dessen Nachfolger Meister Dietrich, Koch der Adolfsburg, hat die Ge-meinde dasselbe Recht eingeräumt. Der jetzige Bewohner betreibt eine sehr starke Wirtschaft und ist der Meinung, die Wirtschaftskonzession klebe von jeher an diesem Haus. Nicht nur der Gärtner, sondern auch der Jäger Arnold wohne in diesem Haus; sie hätten den früheren Baumeister Fritz mit seinem Weib sogar noch als Untermieter einquartiert, was für Ärger im Dorf sorge. Daneben vernachlässige der Gärtner seine eigentlichen Arbeiten und sorge ständig durch seine losen Redensarten im Dorf für Aufruhr. Der Freiherr möge Klarheit schaffen, da diese Verhältnisse für ein geistliches Haus nicht angemessen seien.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1769, Blatt 42.

21.04.1715 Ostern in der Adolfsburger Kapelle

Am Osterfest 1715 wird in der Adolfsburger Kapelle die erste hl. Messe zelebriert.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332, Blatt 331.

15.05.1715 Schnütgen's brauchen Geld

Die Eheleute Wilhelm Schnütgen und Anna Schnütgen geb. Fernholt leihen von Markus Franziskus Gertmann, Rektor der Vikarie Omnium sanctorum, 20 Reichstaler. Sie verpfänden dafür ihr Haus und Hof an der Vergessenen Straße, das an die Häuser von Toni Gante und hinten an Cornelius Hebberg stößt. Zeuge ist Johnannes Dröge.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 276.

22.07.1715 Gograf verstorben

Freiherr von Fürstenberg teilt dem Kurfürsten mit, dass der Gograf Johann Gottfried Bischopink von Attendorn am 13. Juli verstorben sei. Als Nachfolger wird Johann Heinrich Bigeleben vorgeschlagen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2555.

09.08.1715 Biegeleben wird neuer Gograf von Attendorn

Kurfürst Josef Clemens verleiht dem Lizentiat der Rechte Johann Heinrich Biegeleben die durch den Tod des bisherigen Stelleninhabers Johann Gottfried Bischopink [+ 13.07.1715] vakant gewordene Gografenstelle in Attendorn. Die Original-Bestallungsurkunde mit Papiersiegel des Kurfürsten ist beigefügt. – Am 18.10.1715 wird der neue Gograf im Rathaus von Attendorn in sein Amt eingeführt. Daran nehmen teil die beiden Bürgermeister Voß und Greve, der Gerichtsschreiber Johann Adolf Koch, sowie die Gerichtsschöffen Ferdinand Dingerkus, Peter Sasse, Dietrich Arens, Anton Teipel, Hermann Grothoff und Johann Caspar Auffermann.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2550.

19.10.1715 Kapellenbau zu Waldenburg

Der Schreiner Johann Eberhard Zeppenfeld und der Maler Anton Sasse erhalten Abschlagszahlungen für geleistete Arbeiten am Kapellenbau in Waldenburg und am Schloßbau in Herdringen. Wörtlich heißt es:

"... eine Assignation ad 10 Rtl. für den Tischler J. E. Zeppenfelt auff Abschlag seiner in der W: Capelle [= Waldenburger Kapelle] verfertigten Schreiner Arbeit und eodem eine Assignation ad 10 Rtl. für Anthon Sassen, Mahlers Fraw, auff Abschlag seiner Mahler Arbeit in Herdringen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 332, Blatt 353.

04.01.1716 Müde Post

Brief des Amtsverwalters Johann Eberhard Höynck zu Bilstein an Ferdinand von Fürstenberg von Herrn Dr. Thielen unterm 14. Decemb[ris] zurückgelegten Jahrs so woll an Ew. Freyherrl. Excell. Als an Mich abgelassenes Schreiben, welches woll recht auff die Attendornische ochsenpost gerahten, habe heut nachmiitags umb 3 Uhren durch ermelten Postbotten allererst empfangen ... In der Heinsberger Rüspe sind Wölfe gesehen worden, sie sollen fleißig bejagt werden.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 343, Blatt 3

20.01.1716 Musterung mit Gewalt

Schreiben des Gografen Bigeleben von Attendorn. Johann Peter Spieckermann, Kölnischer Untertan aus Valbert, sei 1709 gewaltsam in märkischen Militärdienst genommen worden. Seine alte Mutter könne aber dem Hauswesen nicht länger vorstehen, Deshalb müsse Spieckermann die Freiheit zurück haben. Biegeleben bittet Ferdinand von Fürstenberg um Hilfe.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 343, Blatt 43.

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