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Freitag, 13. Dezember 2019
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KULTURa: Ausstellung im Rathaus

Der Kulturverein KULTURa präsentiert in der Rathausgalerie der Hansestadt Attendorn Bilder aus der Reihe "Eine lange Reise" von Suk Cho-Henkel.

Auf Umwegen zur Kunst

Suk Cho-Henkel wurde 1945 in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul geboren. Nach ihrem Schulabschluss  studierte sie an der Kunsthochschule Qunsan  Zeichnen, klassische Tuschmalerei sowie koreanische Kalligraphie. In dieser Zeit stellte sie erste Werke in Qunsan und Seoul aus. Ihren großen Wusch, in Deutschland Kunst zu studieren, konnte sie nicht realisieren. Die Ausbildung zur Krankenschwester an der Universitätsklinik Seoul war ein Kompromiss und führte sie nach erfolgreichem Abschluss nach Deutschland - ins Sauerland nach Bad Fredeburg. Der Mangel an künstlerischen Weiterbildungsmöglichkeiten verstärkte den Kulturschock durch die ihr fremde Kultur.

Nach einer Schaffenspause begann sie, ihre künstlerische Karriere weiter zu verfolgen. Sie eignete sich neue Techniken an, über Modellieren in Ton, Skulpturen in Speckstein, eine bildhauerische Ausbildung bei Johannes Dröge in Sundern, sowie Malerei auf Seide, Radierungen und Linoldruck.

Zahlreiche Austellungen mit "Suk-Art"

"Eine lange Reise" zeigt Suk Cho-Henkels Werke aus allen Schaffensperioden. Neben kalligraphischen Arbeiten in Unikatbüchern werden Bilder auf Seide, in Mischtechniken auf Papier und Leinwand sowie Tuschemalerei präsentiert. Mit sicherer Hand trägt Suk Cho-Henkel Tusche oder Acryl auf und erzeugt mit Formen und Farben dynamisch bewegte Bilder. Experimentell mischt sie verschiedene Materialien, wie  Mehl oder Pigmente mit Acrylfarbe, um Reliefstrukturen zu erzeugen.

Im Lauf ihrer Entwicklung hat sie sich von der gegenständlichen Malerei gelöst. Das erlaubt ihr, alles auszudrücken, was das Leben ausmacht: Begegnungen, Erfahrungen, Ereignisse und vor allem Emotionen und Stimmungen, die Ihren Bildern einen sehr persönlichen Charakter verleihen. Sie folgt keiner bestimmten Stilrichtung oder Regel. Ihre Arbeiten lassen aber in der Kombination von europäischen und koreanischen Elementen eine eigenständige Handschrift erkennen. Unter der Bezeichnung "Suk-Art" hat sie ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Korea und Deutschland ausgestellt.

Künstlerin kommt zur Vernissage

Die Ausstellung "Suk Cho-Henkel – Eine lange Reise" wurde durch Horst-Peter Jagusch, den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Attendorn, eröffnet. Monika Schulte-Klaus von KULTURa führte in das Werk der Künstlerin ein. Die musikalische Begleitung übernahm Eberhard Hertin am Piano. Die Künstlerin war am Eröffnungstag anwesend.

Die Ausstellung dauert von Samstag, 5. Oktober 2019, bis Sonntag, 13. Oktober 2019. Sie ist samstags, sonntags sowie am Feiertag von 14.00 bis 17.00 Uhr, werktags während der Öffnungszeiten des Rathauses geöffnet. Attendorn.