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Notfallpraxis in Attendorn

Eine Hand mit Pflaster, eine Hand mit Handy
(Foto: Christin Bock, Stadt Attendorn)

Nur noch drei Notfallpraxen am Wochenende im Kreis Olpe

Die Notfallpraxis in Attendorn hat am 1. Februar 2011 ihren Dienst aufgenommen. Den Attendorner Bürgerinnen und Bürgern bleiben damit am Wochenende und an den Feiertagen lange Wege zum Arzt erspart. Damit wurde der große Einsatz von Bürgermeister Wolfgang Hilleke und St. Barbara-Geschäftsführer Dr. Andreas Stockmanns belohnt.

Seit dem 1. Februar 2011 gibt es in Westfalen-Lippe einen einheitlichen Notfalldienst. Außerhalb der Sprechzeiten der niedergelassenen Ärzte stehen 67 Notfalldienstpraxen, meist an Krankenhäuser angeschlossen, zur Verfügung. Die Attendorner, die an den Wochenenden oder an Feiertagen erkranken, können sich direkt auf den Weg ins Krankenhaus machen.

Wer dabei nicht transportfähig und damit auf einen Hausbesuch des Arztes angewiesen ist, kann unter der kostenpflichtigen Rufnummer 01805/044100 über die Anrufzentrale in Duisburg einen Arzt zu sich nach Hause bestellen.

Ergänzend zum allgemeinen Notfalldienst wird es in ganz Westfalen-Lippe auch drei fachgebundene Notdienste geben: einen augenärztlichen Notfalldienst, einen HNO-Notfalldienst und einen kinder- und jugendmedizinischen Notfalldienst.

Der innerhalb einer Stadt oder mehrerer Gemeinden organisierte Notdienst an den Wochenenden und Feiertagen gehört damit der Vergangenheit an. Diese bislang 180 Notdienstbezirke wurden von den 67 Notfallpraxen an Kliniken aufgelöst.

So müssen zum Beispiel Patienten aus Menden die Notfallpraxis in Iserlohn aufsuchen. Und im gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein leisten gerade einmal zwei Notfallpraxen den Dienst am Patienten.

Einsatz von Bürgermeister Wolfgang Hilleke wurde belohnt

Bei den ersten Reformplanungen waren mit dem St. Josefs Hospital in Altenhundem und dem St. Martinus Hospital in Olpe für den Kreis Olpe lediglich zwei Notfallpraxen für die Wochenenden und die Feiertage vorgesehen. Nach intensiven Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung und der Bereitschaft des St. Barbara-Krankenhauses Attendorn, die Räumlichkeiten und Geräte zur Verfügung zu stellen, ist es Bürgermeister Wolfgang Hilleke und St. Barbara-Geschäftsführer Dr. Andreas Stockmanns mit großem Einsatz gelungen, eine Notfallpraxis im Attendorner Krankenhaus als Anlaufstelle für die Patienten aus Attendorn und der näheren Umgebung zu initiieren.

Der ärztliche Notdienst außerhalb der Praxiszeiten der Ärzte an den Werktagen (montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 8 Uhr am Folgetag, mittwochs und freitags von 13 bis 8 Uhr am Folgetag) erfolgt über die vorherige Anwahl der oben aufgeführten Notdienst-Rufnummer im St. Martinus Krankenhaus in Olpe.

Nicht betroffen von allen Änderungen des ärztlichen Notdienstes außerhalb der Praxiszeiten ist die Akutbehandlung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und Unfällen. Hier gilt unverändert die Nummer 112 des Rettungsdienstes.

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