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Baufortschritt an der Nordumgehung

Die Talbrücke Bremge in der Bauphase
(Foto: Peter Plugge, Westfalenpost)

280 Tonnen Stahl und 2.150 Kubikmeter Beton

(Quelle des nachstehenden Berichtes: Westfalenpost vom 11. August 2010, Text und Bilder: Peter Plugge). Die Talbrücke Bremge ist mit 164 Metern Länge und 25 Metern Höhe das Herzstück der neuen Attendorner Nordumgehung.

In den vergangenen Wochen wurde in den fünf Feldern der Brücke ein massives stählernes Traggerüst aufgebaut, das die hölzerne Schalung des trogförmigen Brückenüberbaus tragen wird. Dieser ist 1,60 Meter hoch und 8,30 Meter breit und erhält an jeder Seite flügelartig noch je eine zwei Meter breite Kappe. Die senkrechten Träger des Gerüstes krönen Hydraulikzylinder. Diese dienen dazu, erläutert der bei der Stadt Attendorn für die Bauüberwachung der Nordumgehung und damit auch der Brücke zuständige Bauingenieur Carsten Kroll, „die Schalung auszurichten und nach dem Aushärten des Betons so weit abzusenken, dass das Traggerüst wieder abgebaut werden kann“.

Die vorgefertigte Holzschalung wird ab der kommenden Woche in drei Meter breiten Teilabschnitten auf Tiefladern angeliefert und per Autokran auf das Traggerüst gehievt. Dabei werden jeweils die ersten eineinhalb Felder von den Widerlagern aus über die Trasse der Nordumgehung angedient.

Um den Verkehr auf dem Bremger Weg höchstmöglich gegen eventuell herabfallende Dinge wie etwa Werkzeuge abzusichern, werden die seitlichen Laufflächen der Schalung in diesem Bereich breiter und die Seitenteile höher gebaut als beim Rest der Brücke. Ist die Schalung komplett aufgebracht, werden rund 280 Tonnen Baustahl als Bewährung und Spannstähle eingebaut. All das soll nach dem Bauzeitenplan bis Anfang November erledigt sein, so dass die Brücke dann betoniert werden kann.

„Das wird nochmals ein Kraftakt“

„Das wird nochmals ein Kraftakt“, weiß Carsten Kroll, denn das erfolgt in einem Guss. Soll heißen: die Betonmischer werden so lange ohne Pause rollen, bis 2 150 Kubikmeter Beton eingebaut sind. Danach folgt eine 28-tägige Ruhephase, die der Beton zum aushärten benötigt. Danach können die Schalung und das Traggerüst wieder abgebaut werden.

Prinzipiell kann dann auch mit dem Abkleben der Brückenoberfläche mit Bitumen-Schweißbahn begonnen werden. Allerdings befindet man sich mitten im Winter, so dass abgewarten werden muss, wie sich die Wetterverhältnisse darstellen. Sollte es wieder solch eine harten Winter wie den vergangenen geben und will man den angestrebten Fertigstellungstermin 30. April 2011 trotzdem unbedingt einhalten, kann man Zelte aufstellen, unter denen gearbeitet werden kann.

Bisher ist Carsten Kroll mit dem Baufortschritt an der Nordumgehung sehr zufrieden, „wir liegen voll im Plan“. Das gilt auch für den Kreisverkehr an der Anbindung der neuen Trasse an die Windhauser Straße, der bis Ende des Monats fertig gestellt sein soll.

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